Leserbrief

Fahrradstraße in Schwetzingen Zwei unterschiedliche Ansichten

Irrsinn oder prima Idee?

Ich lebe seit meiner Geburt in dieser Stadt und habe noch nie einen solchen Irrsinn in der Verkehrsplanung erlebt. Wegen etwa 150 Meter der einseitig gesperrten Marstall-/Moltkestraße, die bisher problemlos von Radfahrern befahren werden konnte, müssen nun zig Autos große Umwege in Kauf nehmen, um schließlich in der bereits stark befahrenen beziehungsweise belasteten Karlsruher Straße zu landen.

Von den Planern ist zu vermuten, dass es sich fern jeglicher Realität um sogenannte Schreibtischtäter handelt.

Else Ihrig, Schwetzingen

Schwetzingen – die Autostadt

Thema Fahrradstraße. „Hier herrscht das absolute Chaos“, hatte angeblich ein Anwohner zu Redakteur Andreas Lin von der Schwetzinger Zeitung gesagt. Von „Abgasbelastung für Anwohner“ spricht SPD-Altstadtrat Walter Manske. Und vor einem Jahr sahen Autoparker durch die Bebauung des Alten Messplatzes den Untergang des Abendlandes voraus. Ein anderer Anwohner, der natürlich seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, spricht von „völligem Schwachsinn.“

Schwetzingen ist halt eine Autostadt mit Tradition. Nahe dem Hockenheimring ist der Bolide Papas liebstes Kind. Sehr gerne auch Freitagabends auf dem Schlossplatz, wo Papa dann seinen AMG mal röhren lässt und das Volk erschreckt. Mit 130 Dezibel in der „verkehrsberuhigten“ Zone macht er gerne mal die Abgasklappe auf.

Ich sehe das genauso wie Andreas Lin. Das wird nicht lange gehen, dann macht die Verwaltung wieder einen Rückzieher. Wir kennen das ja schon von der Messplatz-Bebauung. Also, keine Sorgen – wird schon!

Übrigens: Damals in der Demokratie, als es noch Bürgeranhörungen und Diskussionen im Gemeinderat gab, wo einstimmige Beschlüsse noch Bestand hatten, war der Wutbürger noch nicht im Recht. Norbert Theobald, Schwetzingen

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