Leserbrief

Nahostkonflikt Palästina ist eigentlich gar kein Staat / Milliarden Hilfsgelder für die Bevölkerung werden in Waffenkäufe gesteckt

Israel ist Gottes Augapfel

Zum Leserbrief „Palästina wird so zu einem Enklavenstaat“ (SZ-Ausgabe vom 29. Februar) wird uns geschrieben: „Palästina“ ist ein willkürlicher Begriff, den die Römer im Jahr 132 nach Christus dem damaligen Landstrich Juda und Israel gaben, damit man „Israel“ nicht mehr gedenke.

Und – seit wann ist „Palästina“ überhaupt ein „Staat“? Die eigentliche Geschichte und die realen Gegebenheiten will man nicht sehen. Bereits vor gut 3500 Jahren gab es Israel als Staat mit der dann von König David gegründeten Hauptstadt Jerusalem. Der römische Kaiser Hadrian schlug 132 Israel mit seiner ganzen römischen Heeresmacht vernichtend, weil sie sich seinen Vorgaben nicht beugten. Mit dem vorherigen 70er Krieg (in dem Jerusalem samt Tempel zerstört wurde) wurden insgesamt zwei Millionen Juden grausam umgebracht, zwei Millionen in alle Welt als Sklaven verkauft.

Doch die ganze Zeitepoche hindurch wohnten immer noch Juden dort, zeitweise sogar in der Mehrzahl. Es wurde zu einem kargen Land, ausgedörrt und fast baumlos. Doch weltweit wurden Juden immer wieder verfolgt und umgebracht. So erwachte der „Zionismus“ mit dem nie vergessenen Slogan: „Nächstes Jahr in Jerusalem“. Dort war ihre Heimat. Als Ende des 19. Jahrhundert und Beginn des 20. Jahrhundert wieder verstärkt Juden nach „Palästina“ einzogen, begannen sie mit der Aufbietung aller Kräfte, das verödete und teilweise malariaverseuchte Land wieder fruchtbar zu machen. Dazu kauften sie das Land den inzwischen dort lebenden Arabern ab. Als die Araber den Vorteil eines fruchtbaren Landes erkannten, wollten sie es wieder zurückhaben. So kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Doch Israel war immer bestrebt, mit den arabischen Nachbarn im Frieden zu leben.

Nach dem Ersten Weltkrieg haben die Engländer den Juden in der Balfour-Erklärung das Land Palästina als Dank für ihre Hilfe versprochen. Es war ja inzwischen britisches Mandatsgebiet, das sich vom Mittelmeer bis zum heutigen Jordanien ausdehnte. Doch auch den Arabern machten sie Versprechungen.

So knickten sie vor den gewaltbereiten Arabern ein und gründeten für sie das Königreich Jordanien. Die Juden gingen leer aus. Bis 1947 der Völkerbund sich mehrheitlich dafür entschied, dass die verstärkt eingewanderten Juden (zum großen Teil dem Holocaust entronnen) Gebiete zwischen Mittelmeer und Jordan haben sollten. Das wollten die arabischen Nachbarn ringsum vereiteln und griffen tags darauf, am 15. Mai 1948, den gerade neu gegründeten Staat Israel an, um sie gleich wieder „ins Meer zu treiben“.

Durch ein Wunder konnte die tausendfache Übermacht der arabischen Nachbarn dies nicht ausführen. Allerdings annektierte Jordanien völkerrechtswidrig das sogenannt „Westjordanland“ (das jetzt genannte „Palästina“) und brachte alle Juden um, die dort lebten und nicht geflohen waren und wurde somit „judenrein“. Die Welt schwieg dazu.

Im Israel aufgezwungenen Krieg von 1967 konnten die Israelis dieses Landstück zurückerobern, überließen aber gewisse Gebiete den Arabern. Ja, Israel ist ein souveräner Staat und Jerusalem seine ungeteilte Hauptstadt. Sie wollen aber keineswegs die Araber vertreiben. Sie wollen ihre jüdische Identität bewahren und gleichzeitig mit den in der Minderheit lebenden Arabern in Frieden zusammenleben.

Es gibt nicht wenige Araber, die in israelischen Krankenhäusern und polizeilichen Einrichtungen höchste Stellungen einnehmen. Und: Diese Araber wollen gar nicht unter palästinensischer Regierung leben. Sie haben unter israelischer Führung alle Möglichkeiten. Nicht wenige melden sich zum israelischen Militär, weil sie damit ihren Status mit verteidigen wollen. Es ist die Welt, die keine Ahnung hat, vor allem die mächtigen feindlichen Staaten Israels (wie Iran), die Israel diesen Staat nicht gönnen und es auslöschen wollen. Der „Gaza-Streifen“, der von Israel 1905 um „des Friedens willen“ den Arabern ganz überlassen wurde, wurde zum Hexenkessel der Gewalt. Die Milliarden Hilfsgelder für die palästinensische Bevölkerung werden nach wie vor zum Großteil für Waffenkäufe im Iran ausgegeben, um Israel zu vernichten.

Deswegen – eine Zwei-Staaten-Lösung ist von vornherein nicht machbar, weil die arabischen Terrororganisationen nach wie vor Israel auslöschen wollen: Israel darf nicht existieren. Solange dem dort nicht Einhalt geboten wird (wie tägliche terroristische Angriffe von Gaza auf das benachbarte lsrael), wird es dort keine Ruhe geben: Israel wird auf sein Land – übrigens von Gott dem Volk Israel versprochen und übergeben – nie mehr verzichten.

Die Bibel ist dazu eine sehr aufschlussreiche geschichtliche Lektüre und diesbezüglich Lehrmeisterin, übrigens wie auch für die fortlaufende Entwicklung.

Weiterhin gilt das Wort aus der Bibel: „Wer Israel segnet, wird gesegnet. Wer es verflucht, wird verflucht werden“. Es ist Gottes Augapfel..

Dora Weimer, Hockenheim

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