Leserbrief

Fall von Tierquälerei

Kätzchen ohne Pfoten im Busch

Unser Sonntagsspaziergang über die Reilinger Felder, vorbei an der Schlossmühle Richtung Ortsausgang, endete abrupt, als wir von einem eingezäunten, verwilderten Feld her ein klägliches Miauen vernahmen. Wir dachten, einem Kätzchen helfen zu können, das sich in den Brombeerhecken verfangen hatte. Die Realität war sehr viel grausamer: dem Kätzchen waren drei Füßchen abgemäht und das vierte schwer verletzt worden. Nach Beurteilung der Verwundung musste das Tier unsagbar viele Stunden Höllenqualen erleiden, bevor wir es fanden.

Zusammen mit dem Tierbesitzer, den wir mit Hilfe eines weiteren Spaziergängers ausfindig machen konnten, brachten wir das Kätzchen zur Tierklinik, in der es eingeschläfert wurde. Dem Fahrer des Mähfahrzeuges macht sicherlich niemand einen Vorwurf. Unfälle passieren. Aber die Tatsache, dass wir das Kätzchen auf dem gegenüberliegenden Feld in der Brombeerhecke fanden und es so lange hilflos sich selbst überlassen wurde, lässt nur den Schluss zu, dass man das Tier versteckte, um den Unfall zu vertuschen und in Kauf nahm, dass das Tier qualvoll verendet.

Wie kann ein Mensch diese unfassbare Tierquälerei, für die es keine Entschuldigung gibt, mit seinem Gewissen vereinbaren? An dieser Stelle appellieren wir an den Verstand der Menschen mit der dringenden Bitte einem verletzten Tier umgehend zu helfen, um ihm qualvolle Schmerzen zu ersparen.

Jutta und René Roser, Reilingen

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