Leserbrief

Sportpark Süd

Kranke Gesellschaft

Die Gemeinde Brühl baut ein neues Prestigeobjekt, den Sportpark Süd. Das Areal ist nicht größer als das alte Gelände des zentral gelegenen Fußballvereins. Das Projekt verbraucht Boden und Grünflächen. Am alten Standort soll ein Wohngebiet entstehen, dadurch werden Grünflächen versiegelt. Das Vorhaben verhindert den Kaltluftaustausch beziehungsweise die Frischluftzufuhr für die bereits bestehende Bebauung in der Nachbarschaft.

Für diese Baumaßnahmen wird Kies und Sand benötigt. Um Baumaterial zu besorgen, sollen 42 Hektar Wald (420 000 Quadratmeter) zwischen Schwetzingen, Ketsch und Hockenheim im „Entenpfuhl“ gerodet werden. Unter anderem für die Auskiesung des Bodens des Bauvorhabens in Brühl. Und das alles zur Erwirtschaftung von Erlösen, Gewinnen, Renditen und Prestige!

Wenn in der Brühler Mitte alles zugebaut ist, interessiert keinen mehr, wie es sich dort leben lässt. Erst recht nicht, wie es den Bewohnern geht. Auf dem Areal des Sportparks Süd entsteht ein pflegeleichter Kunstrasenplatz, statt eines Naturrasens. Die EU hatte über das Bauverbot weiterer solcher naturfernen künstlichen Sportplätze informiert. Solche Flächen tragen nachweislich zur weiteren Vermüllung unseres Lebensraumes mit Mikroplastik bei.

Ist das nicht krank?

Roland Obermeier, Brühl

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