Leserbrief

Überfall auf Polen

Krieg vorsätzlich herbeigeführt

Es gab nie einen Überfall auf Polen. Diesen Einleitungssatz aus dem Leserbrief von Winfried Bock vom 12. Oktober las ich zweimal, weil ich nach dem ersten Mal glaubte, mich verlesen zu haben. Deutschland begann den Krieg gegen Polen weder verbal, wie er im Folgesatz schreibt, noch bloß formal, wie er vielleicht behaupten wollte, sondern es führte ihn vorsätzlich herbei!

Allerdings ist Geschichtsverzerrung keine rein rechte Disziplin. Linke und auch überzeugte Demokraten treiben es ähnlich, nur zerren sie in die entgegengesetzte Richtung. Sie verfolgen das Ziel, die deutsche Geschichte generell als machtgierig, kriegslüstern und überhaupt als böse hinzustellen.

Hitlers Kriegskurs von 1939 kommt da wie gerufen! Unter dem heuchlerischen Vorwand, man wolle gegen das Vergessen wirken, wird unermüdlich deutsche Schuld betont, was aber nur dem genannten Ziel dient und dienen soll. Das ist zwar weniger plump als bei den Rechten, jedoch nicht minder dreist.

Wer zur Ehrlichkeit zu feige ist, frisiert eben auch Geschichte gemäß seiner Voreingenommenheit! Jürgen Hanselmann, Hockenheim

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