Leserbrief

Ketscher Geschwätz Reaktion auf Leserzuschrift

Kritik in die Tonne

Heute habe ich mir die SZ gekauft; abbestellt fehlt sie mir manches Mal doch sehr! Als ehemaliger fleißiger, gemäßigter Leserbriefschreiber musste ich einen Leserbrief zur Kenntnis nehmen, für den mich die Redaktion sicher vorher angerufen hätte!

Schön, dass diese „Person“ – ist wohl wichtig – einen Duden besitzt und auch einen Kalender. Diese „Person“ konnte also nachschlagen, was Geschwätz bedeutet und herausfinden, in welcher Jahreszeit sie lebt. Wenn dieser „Person“ (ich verwende diese Anrede bewusst) ein zugegeben polemischer Leserbrief nicht gefällt, ist es trotzdem schlechter Stil in dieser Weise zu antworten. Natürlich stehen auf dem neuen Ketscher Marktplatz keine künstlichen Bäume! Trotzdem sieht er nicht natürlich aus – kann er nicht, denn Stadtplaner arbeiten mit dem Kartoffelstempel! So sieht er halt aus wie all’ die vielen anderen ohne besonders Unterscheidungsmerkmal. Auf die „richtige“ Spur gebracht werden muss die „Person“, wenn sie verlangt, dass sich die Redaktion der SZ Gedanken macht. Wahrscheinlich hätte diese bei der „Person“ anfragen sollen, wofür sie Druckerschwärze verwenden darf.

Eine seltsame Vorstellung von Freiheit und Demokratie! „Diese Person“ schrieb schon einmal einen ähnlich provokanten Brief – diesmal brauchte es eine Antwort meinerseits. Sollte sich die „Person“ zu höherer Weihe berufen fühlen, kann ich dieser hoch und heilig versichern, von mir niemals eine Stimme zu erhalten.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Leserbriefe von vornherein im Umfang auf bestimmte Anzahl von Zeilen begrenzt werden sollten. Das ist besser, als wenn die Redaktion von ihrem Recht gebraucht macht, diese abzulehnen beziehungsweise einzukürzen. Dann würde es den Lesern auch erspart, die allzu langen Abhandlungen von Dieter Mehrer und Dora Weimar zur Kenntnis nehmen zu sollen. Einen profunden Hintergrund habe ich selber und benötige keine Belehrungen. Vielleicht benötige ich die SZ doch wieder, Leserbriefe dieser Art ganz sicher nicht.

Klaus Tremmel, Ketsch

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