Leserbrief

Nacht der Musik Tolle Veranstaltung, jedoch zu Rock-lastig / Wo waren Bands, die Hip-Hop, Dance, Schlager und Electro spielen?

Mehr Musik-Vielfalt wäre wünschenswert

E ndlich mal was los in Hoggene, brechend volle Locations und für jeden Musikgeschmack etwas dabei - das waren die Schlagworte, als es um die Berichterstattung der 3. Hockenheimer Nacht der Musik ging. Als alteingesessener Hockenheimer ist mir mit Sicherheit nicht daran gelegen, um jeden Preis das Haar in der Suppe bei einer an sich guten Sache zu suchen, aber ich möchte das Ganze doch ein wenig differenzierter betrachten.

Ich war dieses Jahr zum ersten Mal bei oben genannter Veranstaltung dabei und erkundete zusammen mit meinen Begleitern zirka die Hälfte der teilnehmenden Locations, mehr wäre auch nur schwer zu schaffen gewesen. Was uns schon relativ früh - auch nach Studieren des Flyers - auffiel, war die Tatsache, dass das ganze Programm doch sehr Rock-lastig gewählt wurde. Zwar gab es hier und da Variationen in Richtung Jazz oder Unplugged, mehr aber eben auch nicht.

Ich möchte an dieser Stelle klarstellen, dass ich vollsten Respekt vor den Leistungen der teilnehmenden Bands und deren Darbietungen auch selbst mit Applaus gewürdigt habe - dennoch hat meiner Meinung nach eine Veranstaltung, die den Namen "Nacht der Musik" trägt, noch weitaus größeres Potenzial.

Es kam mehr als nur einmal vor, dass man eine Location wechselte und als Eingangssong der neuen Band genau den vernahm, den man eben noch an andrer Stelle hörte. Eigentlich schade, wenn man bedenkt, welche Bandbreite sich hinter dem Begriff Musik so verbirgt.

Warum, so frage ich mich, wurden Musikrichtungen wie Hip-Hop, Dancefloor, Schlager, Electro (usw.) bei insgesamt elf Locations rein gar nicht berücksichtigt? Es gäbe sicherlich - vor allem auch jüngeres - Publikum, das sich über eine größere Vielfalt gefreut hätte. Bands und Künstler gibt es auch in diesen Bereichen genug - man muss sie nur dabei haben wollen.

Zudem könnte man mit einer breiteren Aufstellung einige Veranstaltungsorte noch besser füllen - diese waren nämlich keineswegs alle brechend voll. Diese Beobachtung konnten wir zum Beispiel im Stadtpark und der Passity-Bar machen, die aufgrund ihrer Größe noch weitaus mehr Publikum hätten aufnehmen können.

Es war was los in Hoggene vergangenen Freitag, das stimmt - aber es könnte eben noch mehr sein, vor allem in der Breite. Vielleicht ja im nächsten Jahr?

Timo Klaus, Hockenheim

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