Leserbrief

Gerichtsurteil In ländlichen Gebieten war das ganz normal

Meine Oma trug immer Kopftuch

Ich möchte Sie heute ausdrücklich beglückwünschen zum Artikel vom Donnerstag, 31. Januar, von Alexander Jungert mit dem Titel „Falsches Signal“ zum Tragen oder Nicht-Tragen eines Kopftuches während der Arbeit in der freien Wirtschaft. Diesen Ausführungen von Alexander Jungert ist nichts hinzuzufügen. Sehr gut. Insbesondere der letzte Satz.

Anmerken möchte ich jedoch, dass die (fast nur älteren) Schreihälse mal zurück denken sollten, dass nämlich das Kopftuch tragen in den 1950ern und 1960ern, ja sogar auch noch in den 1970ern, auch bei uns in Deutschland weit verbreitet war, insbesondere in den ländlichen Gegenden. Ich kannte meine Oma nur mit Kopftuch, immer, zu jeder Jahreszeit entsprechend.

Da hat sich doch kein Mensch daran gestört. Ist das also alles einfach nur eine einzige Heuchelei heute. Und Gerichte können oder wollen da nicht frei entscheiden? „Überdemokratisierung“ nenne ich das.

Wenn das Gesicht frei ist und ich der Person ins Gesicht schauen kann, ist das überhaupt kein Problem. Hier in Ketsch gibt es sogar eine Apotheke im Ortszentrum, in der eine junge, sehr freundliche Mitarbeiterin bedient – immer mit sehr schönem Kopftuch.

Also Leute, kühlt euch ab, es gibt viel wichtigeres im Leben.

Dieter Müller, Ketsch

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