Leserbrief

Baumfällung in Brühl

Mit Kahlschlag Fakten schaffen

Als Bürger frage ich bei der Gemeinde Brühl an, warum die große Birke in der Ketscher Straße gefällt werden soll. Meiner Information nach wollte sie ein Nachbar weghaben und hatte deshalb bei der Gemeinde vorgesprochen.

Eine Antwort auf meine Anfrage erhalte ich nicht. Dann aber lese ich in der Schwetzinger Zeitung eine Stellungnahme des Umweltberaters mit dem Tenor: „Wir fällen nicht aus Jux und Tollerei.“ Es sei offensichtlich Wurzelwerk in den naheliegenden Abwasserkanal eingedrungen.

Meine erneute Anfrage und Bitte um einen Nachweis oder ein Bild, um Bürgern und der Öffentlichkeit das Vorgehen besser zu vermitteln, wird nicht beantwortet. Deshalb kann ich den Darstellungen aus dem Brühler Rathaus nicht glauben.

Es geht hier nicht nur um den einzelnen Baum, auch wenn jeder Mensch erkennen sollte, dass jeder Baum schützenswert ist. Es geht auch um den Umgang mit Bürgeranfragen. Am Montagmorgen wurde der etwa 35 Jahre alte gesunde Baum in einer Blitzaktion gefällt. Am Mittwoch darauf waren es fünf große Fichten aus der Grünen Lunge in Brühl, im Garten des gemeindeeigenen Hauses Görngasse 9. Mitsamt ihrer Krähen- und Eichhörnchennester. Da werden mit Kahlschlag Fakten geschaffen. So kenne ich das seit vielen Jahren.

Klaus Triebskorn, Brühl

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