Leserbrief

Schwetzinger Wiesen

Moore sollten erhalten werden

Mein ganzes Leben lang wohne ich nun schon in Brühl und Rohrhof, aber dass der Boden in den Schwetzinger Wiesen ein Moor ist, habe ich erst jetzt durch die Artikel in der Schwetzinger Zeitung erfahren.

Nun frage ich mich, warum auf unserem Moor Landwirtschaft betrieben wird, während überall dazu aufgerufen wird, Moore zu schützen oder sogar zu renaturieren, weil sich ansonsten der Klimawandel noch beschleunigen könnte. Wie so viele andere „kleine Leute“ achte auch ich darauf, dass ich torffreie Blumenerde kaufe, und hier nebenan wird der wertvolle Torfboden der Produktion von Mais geopfert? Das kann ich nicht verstehen.

Ich habe fünf Enkelkinder und ich möchte, dass auch sie noch Moore und Sümpfe in den Schwetzinger Wiesen vorfinden, dass sie – wie meine Kinder, als sie klein waren – Kaulquappen aus Pfützen retten und den Nachtigallen lauschen.

Die Natur hat sowieso fast keinen Platz mehr in unserer dicht besiedelten Welt, die Bäche und Flüsse sind kanalisiert, die Felder ausgeräumt und ohne Heckenstrukturen dazwischen, die Vorgärten der Häuser machen Steinwüsten Konkurrenz.

Da sollte man wenigstens dem Rhein seine Überschwemmungsflächen lassen oder zurückgeben, und so einen kleinen Teil unserer Umgebung von der Natur gestalten lassen. Wenn das nur als Naturschutzgebiet möglich ist, dann sollte man ein solches einrichten. Und am besten dann auch gleich „die Leimbach“ renaturieren und ein naturnahes Bachbett gestalten.

Susanna Weidner, Brühl

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