Leserbrief

Hirschackerwald Die Aktionen des Nabu sind unergründlich

Motorsensen in der Brutzeit

Über Sinn beziehungsweise Unsinn der Aktivitäten des Nabu im Hirschacker-Dossenwald wurde schon öfter berichtet. In jüngster Vergangenheit fielen mir zwei Aktionen auf, die an Absurdität kaum zu toppen sind. Gebetsmühlenartig fordern die Umweltverbände die Gartenbesitzer jährlich auf, im Sommer und Herbst Laub und Reisig auf ihrem Gelände zu belassen, damit Reptilien, Insekten und kleine Säugetiere Platz zum Überwintern finden.

Im Sommer 2019 wurde auf dem Kahlschlaggelände des Hirschackerwaldes das gemähte grobe Gras, Reisig und kleine Büsche zu größeren Haufen, so zwischen zwei und drei Kubikmetern zusammengerecht. Nachdem das Ganze liegenblieb, hatte das für mich den Anschein, dass es sich wie gefordert, um die Winterquartiere für oben genannte Tiere handelt.

Doch weit gefehlt. Im Dezember 2019 – während der ersten Frosttage – waren diese Winterquartiere plötzlich verschwunden. Der vermeintlich sichere Überwinterungsplatz war für die Tiere zur Todesfalle geworden.

In diesem Frühjahr wurden nun Zäune aufgestellt, damit die Querwege nicht mehr passierbar sind. Ziel war, die Bodenbrüter während der Brutzeit und Fütterung ihrer Jungen nicht zu stören. Und den Sandlaufkäfern Raum zu bieten.

Das waren auch seinerzeit die Gründe für die katastrophalen Rodungen im Hirschacker-Dossenwald. Und genau jetzt – in der Brutzeit – waren Mitarbeiter des Nabu innerhalb dieser Zäune mit Motorsensen unterwegs, um das Gras zu mähen. Da dachte ich: O Herr, lass’ Hirn regnen. Raimund Hoffmann, Schwetzingen

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