Leserbrief

Umweltschutz Die negativen Aspekte verschwinden so nicht

Naturnah statt Schotter

Zum Artikel „Schottergarten bedeutet nicht gleich Wüste“ (SZ-Ausgabe vom 9. September) wird uns geschrieben: Natürlich gibt es grauenhafte und weniger grauenhafte Schottergärten.

Fakt ist aber, dass die negativen Aspekte des „Schotterns“ nicht verschwinden, wenn Kübelpflanzen darauf gestellt werden. Das sind dann auch noch häufig nicht heimische Pflanzen wie Bananenstauden oder Oleander – oder in Form gezwungene Koniferen, die den Insekten wenig nützen.

Auch im Boden ist Leben. Jeder, der mal in der Erde gegraben hat, weiß das. Dieses wird unter Schotter einfach aus ignoranter Bequemlichkeit begraben. Der Vogel kann nicht an den Wurm, der Maulwurf stößt sich den Kopf. Erneuerung der Erde durch natürliche Humusbildung – das ist hier Fehlanzeige.

Auch sind bekanntlich unversiegelte Böden wichtige CO2-Speicher. Ein geschotterter Garten wirkt dagegen nur noch als Wärmespeicher. Straßen mit vielen Schottergärten sind im heißen Sommer messbar noch heißer als Straßen mit viel Grün.

Ich finde, die Zeit, Schottergärten schön zu reden, sollte vorbei sein.

Naturnaher Schutz von Lebensräumen und Artenvielfalt werden zum Glück inzwischen über das neue Landesgesetz in Baden-Württemberg gestärkt.

Petra Schenck, Schwetzingen

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