Leserbrief

Energiepolitik Stadt Schwetzingen schafft sich Notversorgung an

Netzbetreiber warnen schon

Mit dem permanenten Ausbau der Wind- und Solarenergie (Wackelstrom) und Reduzierung der Grundlast, erzeugt von fossilen Kraftwerken ist die Netzstabilität gefährdet. Im deutschen Stromnetz ist es bereits am 10. Januar, am 6., 12. und 25. Juni mehrfach zu sehr kritischen Zuständen gekommen. Der Blackout konnte nur durch Lastabwurf von Aluminiumhütten in Nordrhein-Westfalen verhindert werden.

Solche Eingriffe im Rahmen der Verordnung zu abschaltbaren Lasten werden immer häufiger. Ist ein flächendeckender Ausfall (Blackout) nur noch eine Frage der Zeit?

Im Schwetzinger Rathaus hat man die Gefahr erkannt. In der Zeitung vom 26. Juli wird berichtet, dass die Stadtverwaltung eine Notstromversorgung für 72 Stunden einrichtet, um die Verwaltung aufrechtzuerhalten. Für den Bürger stellt sich die Frage: Welche Maßnahmen werden von der Stadtverwaltung zum Schutze der Einwohner ergriffen, wenn der Strom ausbleibt und die Grundversorgung mit Gas und Wasser längerfristig unterbrochen ist.

Darüber hinaus käme dann ja das öffentliche Leben zum Stillstand, EDV-Systeme sind nicht mehr funktionsfähig, Supermärkte geschlossen, die ärztliche Versorgung nicht mehr gewährleistet, Kliniken im Notstand, Telefonnetze ohne Funktion und vieles mehr.

Eine Notlage, die Gefahr für Leib und Leben der Bevölkerung bedeutet. Deshalb die Frage an die Verantwortlichen in Schwetzingen und bei den Hockenheimer Stadtwerken: Welcher Notfallplan wurde für die Bürger erstellt?

Die getroffenen Maßnahmen könnte unsere Heimatzeitung sehr gut veröffentlichen und somit den Bürgern zugänglich machen.

Die Bürger können sich, sobald sie die Pläne der Verwaltungen kennen, auch selbst gezielt auf den Notfall vorbereiten.

Hans Wagner, Hockenheim

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