Leserbrief

Nahost-Konflikt Die Räuber-Pistolen von Dora Weimer entsprechen einfach nicht der Wirklichkeit

Nicht noch Öl ins Feuer der schwelenden Konflikte gießen

Es tut mir leid, dass ich mal wieder auf einen Leserbrief von Dora Weimer antworten muss. Meine Antwort soll nur dazu dienen, unsere freundschaftliche Lage mit allen Nationen der Welt, im Besonderen im Nahen Osten zu betonen.

Weiterhin wird unsere Meinung respektiert und gerade unsere Regierung versucht, wie es im Grundgesetz verankert ist, den Ausgleich zu finden. Frau Weimer versucht, den einseitigen Monolog in eine Richtung. Sie unterstellt Menschen heuchlerische Gedanken beim Gedenken an die 6 Millionen Juden und an die schrecklichen Grausamkeiten des Dritten Reiches. „Wer mit dem Regime im Iran paktiert, möge am Holocaust-Gedenktag schweigen.“

Was soll der Unsinn – wer hat den Atomvertrag mit dem Iran aufgekündigt!? Sie sind doch der Fan, der Jerusalem zur Hauptstadt gekrönt hat. Wer sorgt dafür, dass der Iran durch Sanktionen weiterhin in gefährliche Aktionen gedrängt wird? Der größte Witz ist, dass gerade Polen sich ermächtigt, bei einer Konferenz weiter zu schüren. Befassen Sie sich mal mit dem Thema „Europas versagende Hilfe für die Juden im Dritten Reich“. Ausgerechnet Polen, das jegliche Aufnahme deutscher Juden vor dem Krieg verhinderte – dasselbe geschah in England, Frankreich, in der Schweiz (ein Jude ist ein Jude zu viel). Auch die USA sowie Kanada und Australien lehnten ab. Die Idee mit Madagaskar wurde dabei sogar geboren. Ich erinnere nur an die Massaker der Ukrainer, geschweige denn in Russland während der ersten Scheinbefreiung durch das deutsche Militär. Warum soll Herr Maas in Polen teilnehmen? Was ist unsere Aufgabe laut Grundgesetz? Von deutschem Boden darf niemals Krieg mehr ausgehen!

Noch sind wir und die Japaner die Einzigen, die aus dem Zweiten Weltkrieg gelernt haben und ich hoffe unsere jetzigen und zukünftigen Regierungen haben die Nerven, sich nicht in die Schaukämpfe, die zur Zeit stattfinden, einfangen zu lassen.

Ein weiterer Schmarrn ist das Zitat aus der Bibel mit der Verheißung und dem Gericht Gottes: „Wer Israel segnet, wird gesegnet werden. Wer es verflucht, wird verflucht.“ Hier handelt es sich im Kapitel 27 um den Erst-Geburt-Segen Jacobs: Völker müssen Dir (Gott) dienen und Leute müssen Dir zu Füße fallen, über deine Brüder, und deiner Mutter Kinder müssen dir zu Füße fallen „Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet.“

Sie sollten, wenn Sie die Bibel zitieren, Ihr elektrisches Licht ausschalten – und nicht zusätzlich noch Öl ins Weltgeschehen gießen und Friedensprozesse unterbinden.

Rolf Weiss, Plankstadt

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