Leserbrief

E-Bike-Gruppe Für uns geht es auch ohne Guide voran

Nur ins Rollen gebracht

Initiative: Horst Krayer und Kurt Krause laden zu gemeinschaftlichen Ausflügen ein – so war es vor knapp einem Jahr in der SZ zu lesen. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten haben sich donnerstags einige Pedelec-Radler zusammengefunden. Treffpunkt immer um 10 Uhr an der Spargelfrau.

Bald schon war für Horst Krayer klar, dass er das nicht aus Spaß an der Freud macht, er führte von jetzt auf nachher eine Gebühr von 5 Euro pro Tour ein und bot dafür technische Hilfen und Kontrolle der Räder und deren richtige Einstellung an.

Dies lag jedoch nicht im Sinne seines Mitstreiters, der sich daraufhin von der Gruppe getrennt hat. Die Mitradler waren nun gezwungen, entsprechende „Tourkarten“ im Paket von zehn Stück zu erwerben. Zu dieser Gruppe gehörte auch ich. Ich konnte zwar aus Zeitgründen nicht regelmäßig mitfahren, dennoch war mir (und auch anderen) bald klar, dass dies nicht das Radeln als gemeinschaftlicher Ausflug war, das ursprünglich mal angeboten wurde und ich mir vorgestellt hatte.

Technische Informationen gab es keine, dafür fuhr „Einer“ voraus und die anderen sollten zusehen, dass sie hinterherkommen. Leider schaute er als Tourleiter überhaupt nicht nach seiner Gruppe und so hat er auch nicht bemerkt, wenn jemand nicht nachkam oder gar stürzte. Aber die Gruppe hatte mittlerweile schon einen so großen Zusammenhalt, dass wir uns gegenseitig halfen.

Der Leiter hatte außerdem die Angewohnheit, auch in unklarem Gebiet weit vorneweg zu radeln und so blieb es manchmal den Teilnehmern überlassen, zu raten, in welche Richtung er abgebogen sein könnte. Kritik unsererseits wollte er nicht hören und konnte sie auch nicht ertragen, dies hat er uns dann mit lautem Geschrei klargemacht.

Und so kam es, wie es kommen musste, wir alle haben kürzlich die Gruppe verlassen, denn das Theater wollten wir uns nicht länger geben. Die nicht verbrauchten Karten konnten wir bei ihm nur mit viel Mühe und unter großem Geschrei gegen andere Werte eintauschen. Mir persönlich drohte er sogar mit der Polizei und erließ ein Hausverbot. Das alles, weil keine Kritik erwünscht war.

Dies zeigt mir nicht die Stärke eines Geschäftsmannes und schon gar nicht die positive Einstellung zum Radeln mit lieben Menschen. Das ist sehr schade.

Ein Gutes hatte das Ganze jedoch. Es haben sich ganz liebe Menschen (und Mitstreiter) zum Freizeitradeln zusammengefunden und wir können sehr gut auch ohne Guide zusammen ausfahren und das hoffentlich noch sehr lange Zeit.

Marliese Eichert, Brühl

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