Leserbrief

Geschlechtergerechtigkeit Ein Dankeschön an Marina Nottbohm

Oberbürgermeisterin Zeitler?

Zum Artikel „Gleichstellung fängt mit Sprache an“ (SZ-Ausgabe vom 7. März) wird uns geschrieben: Bravo, Marina Nottbohm, für ihre Courage, diese Ungerechtigkeit anzusprechen und die eigene Meinung in der entsprechenden Absage der Geschäftsordnung darzustellen. Und dies im Jahr 2020!

Warum nur sollten Frauen ihr Einverständnis geben, unter den männlichen Bezeichnungen „mitgemeint“ zu sein? Damit muss doch endlich Schluss sein! Die Hälfte unserer Gesellschaft sind Frauen. Dementsprechend geht es darum, Frauen und Männer gleichermaßen anzusprechen und Frauen grundsätzlich sprachlich sichtbar zu machen. Mit welcher Berechtigung beharren zumeist Männer darauf, für die Frauen in dieser Hinsicht mitbestimmen zu können?

Und sorry, liebe grüne Frauen und Männer – da gebt ihr kein gutes Bild ab. Das hätte auch euch schon früher auffallen müssen. Gerade als eine Partei, die es sich generell auf die „Fahne“ schreibt, für Gleichberechtigung sorgen zu wollen, ist das ein Armutszeugnis.

Ob die „Oberbürgermeisterin“ Marcus Zeitler sich „damit gemeint“ fühlt, wenn künftig nur weibliche Bezeichnungen verwendet werden?

Ich jedenfalls praktiziere schon seit vielen Jahren eine geschlechtergerechtere Schreibweise – es ist mir noch keinen Tag schwergefallen.

Margit Ober, Hockenheim

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional