Leserbrief

Ordnungsdienst Nicht nur die Autofahrer ins Visier nehmen

Offenes Visier!

Bezug nehmend auf den Artikel von Benjamin Jungbluth „Falschparker stärker im Visier“(SZ vom 21. Mai, Seite 13): Liebe Peggy Jugelt, lieber Gerhardt Becker, ich freue mich darauf, Ihnen beiden demnächst in der neuen Ortsmitte zu begegnen und zu sehen, wie Sie die auf die Fahrbahn hinausragenden Parker auf den sehr kurzen neuen Parkplätzen vermessen und diese sanktionieren. Zwangsläufig fahren zu lange Kraftfahrzeuge in der Not über den Grenzstein hinüber. Ob man für längere Kraftfahrzeuge oder Sprinter einige Steine versetzen lassen müsste und das bei der neuen Beschilderung anzeigen?!

Klar, den größten Teil Ihrer Arbeit macht die Begleitung der Geschwindigkeitskontrollen aus, die ja auch richtig Geld „einspülen“ bei der Ein-und Ausfahrt von Ketsch. Schön wäre es allerdings, wenn Sie die Möglichkeit fänden, Ihre Aufmerksamkeit auch einmal auf die Ortsmitte zu richten: hier gibt es einige große Limousinen, denen oft nicht einmal Tempo 50 reichen, so dass es beinahe lebensgefährlich ist, die Straße zu überqueren!

Diese Unverschämten sollte man hart rannehmen! Ich glaube nicht, dass die Bürger Ihren wichtigen Dienst ablehnen, wenn diese den Eindruck gewinnen, dass sie nicht nur Ihr Gehalt einfahren müssen; denn Regeln haben wir in unserem Land genug, manchmal zu viele! Aber oftmals weder Lust noch Personal um diese auch durchzusetzen.

Auf die Schwetzinger Straße bin ich sehr gespannt. Bislang ist ein Durchfahren fast nicht mehr möglich, wenn ein Fahrzeug entgegenkommt – das bei einer Kreisstraße! Mal sehen, was die Beschilderung für die Geschäfte bringt, die wir Ketscher bald wieder bedienen sollen.

Schön, dass Sie beide einen Ermessensspielraum haben! Wenn Sie es aber bei freundlichen Ermahnungen belassen, wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern.

Sie sollten nicht nur die Autofahrer ins Visier nehmen, sondern auch Radler, Fußgänger und vor allem auch einmal einige Hundebesitzer, die Vorschriften absolut ignorieren. Gott sei Dank verhalten sich die meisten der Letztgenannten ordentlich. Am Anglersee sind wir jedoch niemals jemandem vom Ordnungsdienst begegnet, obwohl wir diesen sehr oft umrunden!

Am Eingang zum See – Richtung Seehotel – steht schon lange ein Hinweisschild, auf dem überhaupt nichts mehr zu lesen ist, zur Freude derer, die es ohnehin nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Diese können, so sie diesen Eingang benutzen und der Ordnungsdienst einmal wirklich vor Ort wäre, ganz ruhig argumentieren, von nichts gewusst zu haben. Fröhlich weiter radeln und den Hund ohne Leine laufen lassen. Es macht auch nichts, wenn die Angler auf die Hinterlassenschaften treten.

Es wundert uns immer, dass keiner der Angler – oder der Verein – etwas sagt und sich das gefallen lässt. Ordentliche Hundebesitzer, die Kollegen ansprechen in Sorge um den eigenen Hund, werden angepflaumt, so berichtete mir eine sehr nette Dame mit zwei angeleinten Hunden.

Klaus Tremmel, Ketsch

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