Leserbrief

Bankbesuch Das Schild würde man besser draußen aufstellen

Peinlich, was mir passiert ist

Während meiner „freiwilligen Quarantäne“ von momentan bereits drei Wochen unter dem Vorsatz „Bleib zu Hause“ – was ich auch brav befolge – musste ich, abgesehen davon, dass meine Kinder für mich regelmäßig meine Einkäufe tätigen, gezwungenermaßen zur Bank gehen.

Obwohl ich vier Personen sah, die dort weit weg voneinander standen, und ich zu diesem Moment gar nicht sofort reagierte und an das Coronavirus dachte, lief ich wie immer gewohnt zur Eingangstür. Daraufhin wurde ich von einer älteren Dame, bestimmt auch in meinem Alter, mit bösem Blick angesprochen.

„Sie sind doch Rentner und haben genügend Zeit oder?“ Worauf ich lachend antwortete, „Wie kommen Sie denn darauf?“ Natürlich hatte sie Recht, wenn ich geahnt hätte, was sie damit meinte, dass ich mich hinten anschließen soll. Sorry, liebe Frau! Es tut mir leid! Erst dann wurde mir allmählich klar, warum da diese Leute standen und nur eine Frau in der Bank drin war. Auf einem Schild am Eingang stand, dass immer nur eine Person die Bank betreten darf. So wartete ich geduldig, bis ich dran war.

Es war auch bestimmt keine böse Absicht, mich da vorzudrängeln. Denn in der Tat habe ich als Rentner genügend Zeit! Leider kann man diese Aufforderung aber eben erst lesen, wenn man vor der Eingangstür steht, weil diese Mitteilung in der Vorhalle der Bank angebracht ist.

Ja, wenn man so lange zu Hause eingesperrt ist und kaum hinaus kommt, kann so etwas passieren. Man weiß kaum noch, was da draußen los ist. Also „Bleibt daheim und gesund!“ Frohe Ostern! Wir schaffen das – da müssen wir alle durch!

Frederik van den Heuvel,

Hockenheim

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