Leserbrief

Arztpraxen

Pflegende können auch nicht schließen

Ich sag’s mal so! Alle, die nur im Entferntesten mit Pflege und Betreuung zu tun haben, arbeiten seit dem Frühjahr oftmals an ihrer Belastungsgrenze. Nun kommen einige Ärzte mittlerweile auf die abstruse Idee, ihre Praxen aufgrund eines zu hohen Patientenaufkommens wöchentlich für einen oder auch mehrere Tage zu schließen! Was, wenn auch wir es ihnen gleichtun würden und einfach mal unsere Leistungen auf eine Vier-Tage- Woche beschränken und unsere Wochenend- und Feiertagsversorgung einstellen? Leute, geht’s noch?

Wo ist hier der Eid des Hyppokrates, der den Einsatz zum Wohle kranker Menschen jederzeit zwingend vorgibt? In Wahrheit geht es den Betreffenden doch nur darum, ihr Budget einzuhalten und auch weiterhin vor den betreffenden Abrechnungsstellen gut dazustehen!

Ich finde diese Vorgehensweise einfach nur unverschämt und höchst grenzwertig! Man zwingt die Patienten auf Vertretungsärzte auszuweichen, welche dann aber selbstverständlich ebenso an ihre Grenzen stoßen. Das Prinzip „Heiliger Sankt Florian, verschon mein Haus und zünd’ andere an“ ist im Zusammenhang mit der grassierenden Pandemie vollkommen unangebracht! Hans-Peter Rösch, Schwetzingen

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