Leserbrief

Jugendliche Ekliges Spucken zu unterlassen wäre ein Anfang

Provokante Ignoranten

Den lieben langen Tag hören wir zurzeit wie sich das Coronavirus über die Erde ausbreitet und für uns alle eine ungeheure Bedrohung darstellt. Überall erlischt das öffentliche Leben, es ist beängstigend! Wir sind aufgefordert, möglichst viele Kontakte zu vermeiden und am besten das Haus zu hüten.

Die Reaktion der Menschen fällt sehr verschieden aus, von absoluter Sorglosigkeit bis panischer Angst. Da ist mir das Verhalten einer Gruppe Jugendlicher in Ketsch nur schwer verständlich!

Es sind keine Kinder mehr und sie müssen von den derzeitigen Problemen wissen. Nichtsdestoweniger spucken sie ausgiebig auf den Gehweg oder auf das Pflaster vor dem Einkaufsmarkt. Was bewegt junge Menschen, sich so zu verhalten? Ist das eklige Spucken nur ein „Tick“? Oder ahmen sie irgendwelche falschen Vorbilder nach? Haben sie etwa zu wenig Geld für ein Papiertuch? Oder wollen sie ganz einfach provozieren?

Wie soll man sich ihnen gegenüber verhalten? Sie etwa ansprechen und Aggressionen riskieren? Oder einfach auf den Boden schauen und Slalom laufen? Bei einer Auseinandersetzung wird man schnell Opfer, wenn man sich wehrt. Die Täter werden dann noch zu Opfern erklärt!

Rotzbuben gab es früher auch, aber im Kindesalter! Jugendliche und Heranwachsende, die einen nachhaltigen Umgang mit der Welt zu Recht einfordern, sollten sich selbst auch dementsprechend verhalten. Fridays for Cleanness!

Klaus Tremmel, Ketsch

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