Leserbrief

Lärm in Oftersheim Röhrende Motoren strapazieren Nerven

„Rücksicht“ scheint Fremdwort zu sein

Es gibt leider Zeitgenossen, denen das Wort „Rücksicht“ fremd ist. Die Entwicklung des menschlichen Charakters ist bedenklich. Man tut heute Dinge, die sinnlos und primitiv sind, Gesetze werden ignoriert, und ein jeder tut, was ihm gerade so in den Sinn kommt.

Ich versuche schon seit geraumer Zeit, auf die Missstände im Verkehr aufmerksam zu machen, in der Hoffnung, dass man etwas unternimmt, aber leider muss man feststellen, dass die Unannehmlichkeiten zu- und nicht abnehmen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Daniel Born hat vor längerer Zeit festgestellt, dass die Verkehrssituation Heidelberger Straße/Ecke Mannheimer-/Lindenstraße „wirklich nicht als gesund“ zu bezeichnen sei. Entschieden wurde dann aber von Nicolette Kressl von der zuständigen Regierungsstelle Karlsruhe, die von ihrem Büro in Karlsruhe aus feststellte, dass man ja an Recht und Gesetz gebunden sei, und erteilte somit einen abschlägigen Bescheid. Der allgemeine tägliche Straßenverkehr ist vom Geräusch her „stark belastend“, das hat man verschiedentlich schon festgestellt, aber nichts dagegen unternommen.

Nun kommen die Anwohner der Heidelberger Straße/Ecke Mannheimer-/Lindenstraße seit einiger Zeit zu einer zusätzlichen Lärmbelästigung, weil ein paar spezielle Leute meinen, sie müssten ihre Fahrzeuge (Autos und Motorräder) derart strapazieren, indem sie im ersten Gang das Gaspedal voll durchtreten und die Anwohner mit diesem Radau belästigen und dies zu jeder Tages- und Nachtzeit. Ich verstehe nicht, dass man vom Ordnungsamt aus hier nichts unternimmt und den Verursachern möchte ich sagen: „Auch Euer Gehör ist zwangsläufig diesem unnützen Krawall ausgesetzt, wenn Sie mal Hörgeräte brauchen, werden Sie garantiert auf sich sauer sein.“

Gisela Stratthaus, Oftersheim

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