Leserbrief

Vortrag Andersdenkende nicht in die Ecke treiben

Schlecht für die Demokratie – die Gedanken sind frei

Demokratie kommt von griechisch demos (Volk) und kratein (herrschen) – zusammengesetzt also die Volksherrschaft. Eine Form des politischen Lebens, die von der Gleichheit und Freiheit aller Bürger ausgeht!

Bezug nehmend auf den Vortrag von Professor Hans Herbert von Arnim bin ich der Meinung: Schlecht für die Demokratie ist, wenn sich Landes- und Bundestagsabgeordneten eigenmächtig die Bezüge erhöhen. Schlecht für die Demokratie ist: Wenn sich die Abgeordneten von Land und Bund selbst für ihre Handlungen (ob gut oder schlecht) belobigen, was aufgrund ihres Amtes selbstverständlich sein sollte.

Schlecht für die Demokratie ist: Wenn sich Fernsehanstalten und Zeitungsverlage als Demokratiestandbeine darstellen müssen, was eigentlich Selbstverständlichkeit sein sollte. Schlecht für die Demokratie ist: Wenn angebliche Mehrheitsmeinungen über sämtliche Fernsehkanäle und Zeitungen verbreitet werden.

Schlecht für die Demokratie ist: Wenn nur bestimmte Parteien das alleinige Demokratieverständnis für sich verbuchen. Schlecht für die Demokratie ist: Wenn Andersdenkende in eine Ecke gedrängt werden oder sogar verfolgt werden wie Verbrecher. Schlecht für die Demokratie ist: Eine einseitige Berichterstattung von wem auch immer.

Was ist Demokratie? War sie schon immer das, was sie heute ist? Habe ich es nur nicht mitbekommen, weil ich mich als junger Mensch nicht damit befasst habe? Oder weil es noch nie so viele Informationsmöglichkeiten gab wie heute?

Je mehr ich mich mit dem Wort Demokratie auseinandersetze, desto öfter kommt mir das Lied ins Gedächtnis „Die Gedanken sind frei.“

Seit 30 Jahren beschäftige ich mich nun schon mit dem Wort „Demokratie“! Aber ich befürchte, ich habe das Wort noch immer nicht richtig verstanden.

Hella Müller, Reilingen

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