Leserbrief

Ketscher Landstraße „Warum wird hier gequert?“ ist die Frage

Schranken als Lösung

Zum Artikel „Warum freie Fahrt? – „Da wird gequert!“ (SZ/HTZ, 21. September, Seite 16):

Die Frage muss doch anders lauten, nämlich: „Warum wird hier gequert? – Da haben Autos freie Fahrt!“. Ich möchte vorausschicken, dass ich selbst sehr gerne Fahrrad fahre. Die meisten Autos fahren zwischen Ketsch und Schwetzingen ohnehin nur 70 bis 80 Stundenkilometer (km/h) und nicht, wie erlaubt 100 km/h. Es käme mir nie in den Sinn, an solch einer gefährlichen Stelle die Straßenseite zu wechseln. Von Ketsch in Fahrtrichtung Schwetzingen kann man 500 m nach dieser Querung an einer Ampel sicher die Straße überqueren. Warum nutzen die Radfahrer nicht diese Möglichkeit? Entfernungsmäßig macht es keinen Unterschied, ob ich die Straße weiter östlich oder weiter westlich überquere. Für die Radfahrer ist es nur bequemer, wenn sie ohne anzuhalten durchfahren können. Eine sichere Überquerung der Straße an einer Ampel unterbricht den Fahrrhythmus und kostet zirka 30 Sekunden, um anzuhalten, die Ampel zu betätigen und die Straße zu überqueren. Diese Zeit sollte einem die Sicherheit wert sein. Hätte der Radfahrer, der in dem eingangs erwähnten Artikel auch aufgeführt ist, am 29. Juni diesen sicheren Straßenübergang gewählt, wäre er heute noch am Leben. Für einen Radfahrer macht es kaum einen Unterschied, ob er mit einem Auto bei Tempo 70 oder Tempo 100 kollidiert, beide Geschwindigkeiten haben katastrophale Folgen. Um diese Gefahrenstelle zu entschärfen nutzt es nichts, die Geschwindigkeit zu reduzieren, sondern hier hilft nur, diese Übergangsmöglichkeit zu sperren.

Demontierbare Absperrungen wären hier die Lösung. An beiden Seiten dieser Querung sind ein paar Meter weiter im Wald Schranken angebracht, um zu verhindern, dass Leute mit ihrem Auto in den Wald fahren. Diese Schranken könnte man direkt an die Straße in Verlängerung der Leitplanken setzen. Damit wäre das Überqueren der Ketscher Landstraße mit dem Fahrrad nicht mehr möglich und land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge könnten trotzdem an dieser Stelle die Straße kreuzen. Vielleicht sollte Thomas Franz mal über diese oder eine ähnliche Lösung nachdenken.

Hansrolf Geschwill, Ketsch

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