Leserbrief

Bahnlärm in Schwetzingen Hightech auch für bestehende Häuser

Schutz nur für Neubürger

In Schwetzingen sorgt das Thema Bahnlärm für Aufregung. Die Neubürger im künftigen Wohngebiet Pfaudler sollen eine Hightech-Lärmschutzwand erhalten, die aus Glas, 12 Meter hoch, 8 Grad geneigt ist und Sonnenenergie in Strom umwandelt. Die Altbürger gucken in die Röhre. Auf der ersten Bürgerversammlung „Bahnlärm“ haben die bereits in einem Verein organisierten Hockenheimer Betroffenen berichtet, was auf uns zukommt.

Der Güterverkehr durch unsere Stadtgebiete wird erheblich gesteigert, was eine Verdoppelung der Lärmbelastung bedeutet. Die Gesundheit ist gefährdet, Schlafstörungen und psychische Störungen sind die Folgen. Kinder sind durch Unterbrechung der Nachtruhe gefährdet, Konzentrationsschwächen in der Schule. Aber auch für Erwachsene wird die Lebensqualität beeinflusst, Wohnungen, Häuser und Grundstücke sinken im Wert. Dabei will jeder, dass Lkw-Transporte verstärkt auf die Schiene verlagert werden. Lkw sind schuld an Autobahn- und Brückenschäden, Luftverschmutzung, schlimmen Unfällen und kilometerlangen Staus. Die Alpenländer sehen im Lkw-Verkehr die Ursache für die Gletscherschmelze. Die Maut ist viel zu günstig, sie bringt weit weniger als die Hälfte der jährlichen Autobahn- Instandsetzungskosten.

Die Maut erhöhen, Dieseltreibstoff verteuern und Lohndumping bei Lkw-Fahrern bekämpfen, das wäre wichtig, um den Bahnverkehr konkurrenzfähig zu gestalten und es würde Geld bringen für besseren Bahn-Lärmschutz in Wohngebieten. Die Schwetzinger sollten die Behörden, Bürgermeister und Politiker auffordern, alles zu tun, dass die Bahn rechtzeitig zusätzliche Lärmschutzwälle baut. Eine große Beteiligung bei den kommenden Bürgerversammlungen wäre hilfreich, die Forderungen zu unterstützen. Werner + Ingrid Jäkel, Schwetzing.

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