Leserbrief

Klimaschutz Es lohnt sich, selbst aktiv mitzumachen

Schwetzingen als Vorreiter

Schwetzingen sorgt regelmäßig für positive Schlagzeilen beim Klimaschutz. Eine Maßnahme folgt der anderen, neue Solar-Straßenlaternen, Radwegenetz, Radverleihstationen, Elektromobilitäts- und Energiemesse, Schwimmbadmodernisierung, Beteiligung an der Klärgas-Anlage, Verkehrsfluss, E-Bike-Ladestation, Stromtankstellen. Schwetzingen kann jetzt mit Elektro-Autos besucht werden.

Mit der Bahn ist es ebenfalls bequemer geworden, die Bahnsteige haben neue Personenaufzüge bekommen. Den Schlossparkbesuch verknüpfen mit Theater, Konzert oder Essen gehen und dabei Strom tanken, das ist ideal. Energieberater helfen mit, die Einwohner werden aktiviert. Wir zum Beispiel haben dreifach verglaste Fenster und eine Haustür angeschafft, einen Heizungswartungsvertrag abgeschlossen und liegen im Energieverbrauch unter dem Durchschnitt vergleichbarer Haushalte.

Klimaschutz lohnt sich. Schwetzingen sollte eine Klimaschutz-Auszeichnung erhalten. Negative Schlagzeilen gibt es hingegen aus den USA und Australien. Mit knapper Mehrheit verhindern Donald Trump und Scott Morrison wichtige Klimaschutzmaßnahmen. Wissenschaftliche Prognosen werden verleugnet. Treibhausgase, Korallensterben, Koala-Prognose, immer mehr Tiere kommen auf die Rote Liste, Gletscherschmelze, Wirbelstürme, Waldbrände, Überschwemmungen, längere Hitze-Zeiten, Vergrößerung der Wüstenlandschaften, Hungerflüchtlinge, Ressourcen verprassen zum Schaden von Kindern und Enkeln – das alles ist ihnen egal.

USA First – aber nicht beim Klimaschutz, die Kohlekraftwerke sind veraltete Dreckschleudern. Die Dollarscheine blasen sie in den Himmel. Hausisolierung halten sie für nicht notwendig, man dreht Klima- und Heizungsanlagen auf. Die Länder wären ein El Dorado für unsere Energieberater. Diesel-Abgase sind in Melbourne und New York ebenso krebserregend und klimaschädlich wie in den europäischen Großstädten. Sie wollen das nicht wissen. Diese Politik muss angeprangert werden. Wir meinen, unsere Kanzlerin sollte beim Klimagipfel in Katowice, eine Rede über die Bedeutung des Wortes „Wir“ halten. Wir, da ist die Weltgemeinschaft angesprochen, die Industrienationen, die Verursacher der Probleme. Ein „Wir schaffen das“ sollten die Gipfelteilnehmer mit nach Hause nehmen.

Werner + Ingrid Jäkel, Schwetz.

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional