Leserbrief

Initiative gegen Motorradlärm

Schwetzingen nicht dabei – warum?

Der Ordnungsamtsleiter der Stadt Schwetzingen, Pascal Seidel, habe zwar an der Tagung teilgenommen, jedoch komme ein Beitritt für Schwetzingen nicht in Frage, „da die Situation mit anderen Städten nicht vergleichbar ist“– man nannte unter anderem Baden-Baden, Karlsbad und Oppenau.

Ich wohne in Oftersheim, was mit vorgenannten Städten nicht vergleichbar ist, jedoch der Verkehr in stark befahrenen Straßen (Lindenstraße, Mannheimer- und Heidelberger Straße) ist nicht nur in Stoßzeiten eine rechte Plage, diese Strecke wird auch von lärmbegeisterten Motorrad- wie Autofahrern als Teststrecke zu jeder Tages- und Nachtzeit genutzt. Diese grenzenlose Rücksichtslosigkeit hat mit der Größe eines Ortes nichts zu tun, sondern müsste meiner Meinung nach personenbezogen behandelt werden. Natürlich ist es schwierig, solche Rabauken spontan zu erwischen, jedoch einfach nichts dagegen zu tun, ist auch keine Lösung.

Man sollte da schon Zeit opfern wollen, um diese unangenehme Sache aus der Welt zu schaffen. Es ist ja nicht nur das Anliegen meiner Person, die dieses gesundheitsschädliche Thema aufgreift. Sondern die Bürgerinitiative Oftersheim kämpft schon jahrelang in dieser Angelegenheit und jetzt verniedlicht man die Sache, indem man zum Vergleich Großstädte nimmt, die mal vorrangig zu Buche stehen.

Wieso ist die Lärmstärke in Großstädten größer als in kleineren Ortschaften? Es ist erstaunlich, wie erfinderisch manch einer sein kann, um einen Grund zu finden, der die Behebung einer nötigen Maßnahme auf die lange Bank schiebt! Wie heißt es doch so schön: „Einen Antrag für den Antrag.“

Gisela Stratthaus, Oftersheim

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