Leserbrief

Flüchtlingsboote im Mittelmeer Gut gemeint – aber das fördert die Migration eher

Seenotrettung und die Folgen

Gab es vor der sogenannten Flüchtlingskrise eine private Seenotrettung im Mittelmeer? Nein, sie gab es nicht, sie wurde initiiert von interessierten Kreisen, um die Migration nach Europa zu fördern. Welche Interessen stehen dahinter? Neben humanitären gab es ebenso massive politische Ziele.

Private Helfer fördern trotz bester Absichten das zynische Geschäft der Schlepper und unterstützen dadurch im Nebeneffekt den Staatshaushalt des türkischen Despoten Erdogan mit Milliarden Euro, der damit den Krieg gegen die Kurden im Nordirak finanziert.

Aufschlussreich ist ein Aufruf mit Unterschriftenaktion der Organisation „Medico International“: „Solidarität statt Heimat! Wir werden uns allen Versuchen entgegenstellen, die Schotten der Wohlstandsgesellschaft dicht zu machen. Unsere Soldarität ist unteilbar – denn Migration und das Begehren nach einem guten Leben sind global, grenzenlos und universell.“

Dieses neue Kommunistische Manifest bedeutet nichts anderes, als dass theoretisch die halbe Menschheit zur Neuverteilung der Reichtümer Europas aufgefordert wird. Hoffentlich vergessen die Unterzeichner nicht, ihre Wohnungstüren offen zu lassen. Denn sonst schließen sie ja andere von ihren Gütern aus.

Hier stellen sich durchaus vertrackte Fragen: Steht hier die private Gesinnungsethik gegen die gesellschaftspolitische Verantwortungsethik? Kann das biblische Gebot der Nächstenliebe von der persönlichen Beziehung und Begegnung auf die politisch-gesellschaftliche Ebene übertragen und damit für alle als Pflicht auferlegt werden?

Das existenzielle Thema Flucht und Einwanderung setzt Europa unter hohen moralischen Druck, denn Massenmigration in der bisherigen Form destabilisiert die europäischen Gesellschaften.

Gleichwohl soll Armuts- und Kriegsflüchtlingen geholfen werden, am besten nahe der Heimat, anstatt sie hier zu Neubürgern umerziehen zu wollen. Wer qualifizierte Einwanderung will, soll das gesetzlich korrekt regeln und illegale Massenmigration unterlassen.

Winfried Wolf, Plankstadt

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