Leserbrief

Neue Märkte in Ketsch Standort nicht gut gewählt

Stimmen werden ignoriert

Einige Bemerkungen zu dem Artikel "Dem Verbundstandort den Weg geebnet" vom 1. Oktober:

Punkt 1: Mit dem umstrittenen Standort für die beiden Märkte hat man wohl nicht gerade den richtigen Platz ausgewählt. Unabhängig von den Einwänden "einiger Anrainer". Eine wesentliche Steigerung der Kaufkraftbindung wird man nicht erreichen. Die Märkte liegen zu weit vom Zentrum entfernt und sind für all diejenigen, die heute nach Schwetzingen fahren, kein Anreiz, ihr Verhalten zu ändern (kein Tempo 30, kein rechts vor links). Auch nach der Bebauung der Fünfviertel-Äcker werden diese "Neu-Ketscher" den einfacheren Weg Richtung Schwetzingen wählen. Da hätte man ansetzen müssen, um Kaufkraft zu halten. Verhindern wird man auch nicht, dass viele weiterhin zu Globus fahren - "alles unter einem Dach" und das Auto wird auch gleich versorgt. Fazit: Für den Ketscher Süden wird es noch mehr Verkehrsbelästigungen geben.

Punkt 2: Worüber sich "einige Anrainer der Karsruher Straße" (Zitat aus genanntem Zeitungsartikel) ärgern, ist die Belästigung bei Tag und Nacht durch Lkw. Nicht nur der Durchgangsverkehr (aber den gibt es ja angeblich nicht), sondern auch die abgestellten Baufahrzeuge mit ihren leeren Hängern, die durch die Karlsruher Straße rauschen, über nicht mehr korrekt sitzende Kanaldeckel, ist ein Ärgernis. Es sind nicht "einige", es gibt eine Liste mit 240 Unterschriften von Anwohnern, die sich belästigt und nicht ernst genommen fühlen. Unsere Stimmen werden von "oben" ignoriert. Eine Anhörung zwischen Anrainern und Teilnehmern aus dem Rathaus, hinausgezögert. Vielleicht sollte man zuerst einmal die angefangenen Arbeiten, sprich Sanierung der Karlsruher Straße beenden, bevor andere Maßnahmen wie Marktplatzumbau begonnen werden.

Punkt 3: Ein Satz in den Ketscher Nachrichten Nr. 40: "Unverständnis für Beschwerden aus der Karlsruher Straße". Was genau versteht diese Person nicht? Was hat man ihr geantwortet? Wir, die BI Karlsruher Straße, scheuen uns vor keiner Diskussion.

Ingrid Lehmann, Ketsch

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