Leserbrief

KFC in Brühl Gemeinderat hätte mit Nein ein Zeichen setzen sollen

Tempel der Tierquälerei

Echt toll. Jetzt erhält Brühl mit KFC einen weiteren Gourmet-Tempel. Wie bei McDonalds auch mit Serviermöglichkeit durch das Autofenster bei laufendem Motor. Welch eine Bereicherung für unsere Gemeinde, für die Esskultur und weiteren Müll in der Umgebung. Welch ein Mehrverkehr für Brühl.

Das steht dazu im Internet: Kritiker werfen Zulieferfirmen von KFC Verstöße gegen Tierschutz- und Umweltschutzbestimmungen vor. Die Organisation PETA hat unter dem Namen „Kentucky Fried Cruelty“ („Kentucky gebratene Tierquälerei“) eine internationale Kampagne ins Leben gerufen. PETA nahm in einem Schlachthaus des Zulieferers Pilgrim’s Pride in Moorefield (West Virginia) ein Video auf und stellte das Filmmaterial auf ihre Internetseite.

All das passt zu Brühl: Wer sonst Bäume, Zauneidechsen und andere Tiere platt macht, warum sollte der sich auch gegen die Tierquälerei stellen?

Das ist wie beim geforderten Glyphosat-Verbot für Brühl. Warum sollte sich der Gemeinderat – wie in anderen Gemeinden und Kreisen bereits praktiziert – gegen die Anwendung des insektenreduzierenden Totalherbizids und Entlaubungsmittel wehren, wenn es nach Michael Till (laut letzter Gemeinderatssitzung) nur die Aufgabe der Bundesregierung sei?

Klaus Triebskorn, Brühl

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