Leserbrief

Kaputte Kanaldeckel

Trotz Sanierung geht Lärm weiter

Um den Lärmpegel in der Karlsruher Straße in Ketsch zu mindern, wurde 2013 ein erstes Teilstück saniert. Neu eingebaut wurden in die Fahrbahn unter anderem Schächte für die zu verlegenden Telekomleitungen. Bei dem heutigen Zustand dieser Schachtabdeckungen und der Kanaldeckel fällt mir etwas abgewandelt ein Volkslied ein: Es klappern die Schächte bei Tag und bei Nacht, klipp, klapp.

Nach ganz kurzer Zeit wurde nach mehrfacher Reklamation durch Anwohner festgestellt, dass zwei Schächte gebrochen waren und ersetzt werden mussten. Dies geschah dann auch nach vier Monaten massiver Lärmbelästigung. Abdeckungen wurden verschweißt. Bei den Kanaldeckeln geschah nichts. Beim Überfahren der Schächte klappert, scheppert, dröhnt es, oder wie immer man es nennen will, weiterhin.

Einwände werden - wie üblich - als subjektives Empfinden abgewimmelt. Der Lärm ist Fakt und selbstverständlich empfindet das ein menschliches Subjekt, als welches man ja gesehen wird, als störend. Es ist keine Einbildung wie durch den Begriff "subjektives Empfinden" quasi unterstellt wird.

Man hat wohl wieder einmal am falschen Platz gespart. Allein durch den Austausch der gebrochenen Schächte ist die Fahrbahn nicht mehr plan und jeder weiß doch, was dies bedeutet, wenn zum Beispiel ein Lkw mit Anhänger (derer gibt es viele in der Karlsruher Straße), darüber rauscht. In diesem Zusammenhang noch die Frage: wie viele Jahre hat man eigentlich angesetzt, bis die Straße zumindest bis zur Gabelung Durlacher Straße saniert sein soll?

Es war schnelle Abhilfe zugesagt und angeblich waren auch Prioritäten gesetzt, was die Sanierung betrifft. Es scheint aber so zu sein, dass nunmehr andere Dinge wichtiger sind, als den Anwohnern hier etwas Erleichterung zu verschaffen.

Hermann Mölber, Ketsch

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