Leserbrief

Maskenpflicht im Schlossgarten Da macht die Landesverordnung wirklich keinen Sinn

Unlogische Regelungen schaden nur

Einkaufen mit Maske? Nicht gerade ein Vergnügen, aber hier und da notwendig, um sich zu versorgen. Reisen ist dieses Jahr ins Wasser gefallen, an den viel umworbenen Events nehmen wir nicht teil. Was bleibt?

Zum Beispiel, wie seit vielen Jahren als Inhaber einer Jahreskarte, den Schlossgarten zu besuchen. Hier trifft man nicht auf akkubewehrte Kampfradler und freilaufende Kampfhunde. Nein, man erfreut sich der gepflegten Schönheit des Gartens und der zu bewundernden Kunst. Und vor allem genießt man die frische Luft.

Beim Eintritt in den weitläufigen Garten musste man bislang an den Eingängen Maske tragen mit Rücksicht auf das dortige Personal. Das taten wir mit vollem Verständnis. Man konnte diese später abnehmen, wenn man nicht anderen Besuchern zu nahe kam. Kaum der Fall, wenn man bewusst nicht am Wochenende, sondern an Werktagen dort unterwegs ist. Man wurde gezählt und auf Nachfrage hieß es, 800 Besucher seien erlaubt.

Nun gilt laut Landesverordnung das Maskentragen auch im Schlossgarten! Dieser irrationale Rundumschlag der Landesregierung ist beispielhaft und genau das, was die Menschen aufbringt gegen an sich vernünftige Regelungen zu unser aller Schutz.

Auch meine Frau und ich ärgern uns über das Wegfallen von Freiräumen, die zu unserer Gesundheit wichtig sind.

Was bleibt? Es gibt ja noch schöne Wege in der Sternallee, auf der Ketscher Rheininsel oder in den Schwetzinger Wiesen. Wir können nur hoffen, dass dort nicht bald auch noch ein solches Gebot gilt und gar noch kontrolliert wird. Ganz abgesehen von Menschen, die blockwartartig gerade darauf zu warten scheinen, andere zu denunzieren.

Wenn es zu kompliziert wird, wo und wann man Maske tragen muss, hilft nur, sich freiwillig in Quarantäne zu begeben. Wer hat schon Lust, die Einnahmen des Landes zu bedienen, weil er ohne Maske zur falschen Zeit am falschen Platz unterwegs ist.

Solche unlogischen Regelungen (Danke, dass die Redaktion der SZ das aufgreift!) schaden außerdem der Schwetzinger Geschäftswelt, insbesondere der Gastronomie.

Klaus Tremmel, Ketsch

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