Leserbrief

Schwetzinger Heimatdichter Hebel mit falschem Vornamen

Vom Peter zum Friedrich

Mit Erstaunen und gewisser Verwunderung habe ich den Artikel im Magazin „Der Schwetzinger“ über Wand- und Bodenmalerei gelesen. Autorin ist Dr. Barbara Gilsdorf von der Stadtverwaltung. Im fortlaufenden Text wird Heinz Friedrich als „Meister des Figurenbildes“ ge-nannt, was dem Künstler und Freund gerecht wird. Unklar wird der Artikel zunehmend, als die Autorin versucht, das Fresco an der Ziegler’schen Wand „Der Jäger aus Kurpfalz“ zu erklären. Sie schreibt: Die Szene spiegle eine Zeit wieder, in der „das Vorbild des Jägers aus Kurpfalz bereits verstorben war.“ Frage: Wann ist denn der legendäre „Jäger aus Kurpfalz“ gestorben?

Weiter geht’s in der Beschreibung des Frescos an der Fassade des Hauses Mannheimer Straße 14 (Farben Schäfer), das die Autorin mit dem Titel „Zauber der Farbe“ versieht. Korrekt ist allerdings der vom Künstler selbst an der Fassade angebrachte Titel: „Mit Farbe zaubern.“

Eine kuriose Steigerung erfährt der Beitrag, als es um die Beschreibung des Wandbildes am Johann-Peter-Hebel-Haus geht. Auch noch fett gedruckt überschreibt die Autorin ihren Text: „Ganz frontal: Johann Friedrich Hebel.“ Jedes Schulkind auf der Straße weiß, dass Hebel mit Vornamen Johann Peter heißt.

Weiter geht’s im Kontext: „Heinz Friedrich porträtierte hier den Dichter, Pädagogen und Prälaten Johann Friedrich Hebel“ Zweimal der gleiche Fehler – nur peinlich! Wäre die Verfasserin vor Ort gewesen, hätte das nie passieren dürfen. Unverständlich, dass derartige Artikel in Druck kommen, ohne sie zertifiziert zu haben. Ein Exemplar des Magazins geht ans Bürgermeisteramt der Gemeinde Hausen, damit die auch was zu lachen haben!

Vielleicht hat die Autorin Johann-Peter Hebel mit „Friedrich Hebbel“ (1813-1863), Dichter und Publizist, verwechselt?

Martin Keßler, Schwetzingen

Anmerkung der Redaktion: Fehler passieren: Kulturreferentin Dr. Barbara Gilsdorf hat tatsächlich in ihrem Manuskript für den Schwetzinger Friedrich statt Peter geschrieben, eine Verwechslung eben. Aber die Redaktion hat es leider auch nicht gemerkt und daraus noch eine fette Zwischenüberschrift gemacht. Entschuldigung dafür. Lustig ist aber auch, dass Martin Keßler in seinem Manuskript für diesen selbst einen schönen Fehler macht: Er schreibt von Heinz Friedrich als dem „Meissler“ statt dem „Meister“.

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