Leserbrief

Naher Osten Die Nachkommen Abrahams bekamen von Gott vor 3500 Jahren das Land Kanaan

Weit mehr als 70 Jahre

Man feiert 70 Jahre Israel – und doch ist es ein altes Volk. Sind es nicht schon über dreieinhalbtausend Jahre, seit dieses Volk besteht? Gut, am 14. Mai 1948 wurde auf Beschluss der Vereinten Nationen Israel als Staat wieder auf seinem angestammten Gebiet ausgerufen. Doch Israel besteht – wie gesagt – schon viel länger. Die Nachkommen Abrahams durch die zwölf Söhne seines Enkels Jakobs bekamen von Gott vor 3500 Jahren das Land Kanaan zum ewigen Besitz.

Vor 3000 Jahren wurde Jerusalem die Hauptstadt des Staates Israel mit dem jüdischen Tempel. Unter der brutalen römischen Herrschaft wurde 1000 Jahre später der Widerstand des jüdischen Volkes gegen Rom durch zwei schreckliche Massaker gebrochen – mit insgesamt zwei Millionen getöteten Juden. Weitere zwei Millionen wurden als Sklaven in alle Welt verkauft.

Dann löschte der römische Kaiser Hadrian den Namen Israel beziehungsweise Juda von der Landkarte, zerstörte Jerusalem mit dem Tempel und nannte das Land Palästina. Doch weiterhin lebten die nächsten zwei Jahrtausende neben Arabern und Christen durchgehend gerade auch Juden dort. Es war ja ihr Land, von den Römern „umgetauft“.

Folgend wurde dieses Land von den Kreuzrittern, Osmanen und Engländern beherrscht. Nachdem die Pogrome gegen die Juden in Europa immer mehr zunahmen, machten sie sich ab dem 19. Jahrhundert vermehrt in ihre alte Heimat auf. Sie kauften Arabern das teilweise verödete und versumpfte, damit auch malariaverseuchte, Land ab und machten es in mühevoller Arbeit fruchtbar. Jetzt, da es grünt und blüht, wollen die dortigen Araber es wieder zurückhaben mit der Anschuldigung, die Juden hätten es unrechtsmäßig an sich gerissen.

Nach dem ersten Weltkrieg versprach England ihr Mandatsgebiet Palästina den Juden als Heimstätte zu geben. Durch die Gewalttätigkeit der dortigen Araber wurde dieses Vorhaben nicht ausgeführt, im Gegenteil: England überließ den Arabern 75 Prozent ihres Mandatsgebietes, das heutige Jordanien. Die UN beschloss dann 1947, dass den Juden das restliche Viertel gehören sollte – das heutige Israel mit Westjordanland und Gaza – das sie aber noch einmal mit den dort lebenden Arabern teilen sollten.

Israel stimmte zu. Alle umliegenden arabischen Völker antworteten mit Krieg, als am 14. Mai 1948 der Staat Israel von dem damaligen jüdischen „Palästinenser“ Ben Gurion ausgerufen wurde: Sie wollten überhaupt keinen Judenstaat neben sich. Völkerrechtswidrig eroberten diese das Westjordanland und Ostjerusalem, zerstörten dort alle über 50 Synagogen und ermordeten alle jüdischen Bewohner, die nicht geflohen waren. Und die Welt schwieg.

Die Juden dagegen waren bereit, mit ihnen in guter Nachbarschaft zu leben. Im aufgezwungenen Krieg von 1967 konnte Israel diese „gestohlenen“ Gebiete wieder zurückerobern (und mehr dazu), die sie zum Teil gegen Frieden mit Ägypten wieder zurückgaben.

Und heute? Israel als der einzige demokratische Staat im Nahen Osten ist weiter auf der Abschussliste der Araber: Der Iran hat in Syrien mit einer Unmenge von Militär und Waffen aufgerüstet und droht mit einem Großangriff auf Israel. Die Hamas, die Gaza im Griff hat, macht seit Wochen gewalttätige Revolten am Schutzzaun zu Israel, um diesen zu überrollen und Israel zu erobern. Sie wollen ganz Israel auslöschen!

Ulrich W. Sahm, Nahost-Korrespondent in Jerusalem, schreibt: „Die Balfour-Deklaration von 1917 oder der UNO-Beschluss von 1947 alleine können nicht das ,Wunder’ erklären, dass nach 2000 Jahren Exil und schweren Verfolgungen wieder ein jüdischer Staat entstehen konnte.“ Weltweit kamen sie aus den verschiedensten Kulturen zurück und fanden mit der wiederbelebten alten biblischen hebräischen Sprache und ihrem gemeinsamen Erbe der biblischen Zusagen Gottes zu einem bunten, vielfältigen Volk zusammen, das seinesgleichen sucht. Sahm schreibt weiter: „Diese ,jüdische Kultur’ ist ohne die tiefen Wurzeln in der Bibel undenkbar. Deshalb ist die Archäologie so bedeutsam für die Identität der Israelis, beweist doch diese durch aufsehenerregende Funde, dass Israel schon vor Jahrtausenden auf diesem Gebiet lebte.“

„Warum schaut die Welt wie mit der Lupe auf dieses kleine Israel, das nur so groß wie Hessen ist? Warum wurde schon immer dieses Volk verurteilt und verleumdet? Weil man dies nicht wahrhaben will“, sagt Johannes Gerloff. Der evangelische Theologe und Journalist arbeitet seit über 20 Jahren in Jerusalem, hat eine gute Beziehung zu Israelis und Arabern und kennt diesen Konflikt.

Viele Israelis und Araber würden eine „Ein-Staatenlösung“ unter israelischer Führung vorziehen. Die Weltgemeinschaft plädiert allerdings für eine „Zwei-Staatenlösung“ – unterstützt durch viele Millionen – in der es aber niemals wirklich Frieden geben würde.

Der Staat Israel ist ein Wunder in dieser Welt. Feiern wir mit ihm seinen 70. Geburtstag! Gott sagte schon vor 4000 Jahren: „Ich will segnen, die dich (Israel) segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Er hält sein Wort und ließ in diesem Volk und Land vor 2000 Jahren den Retter zur Welt kommen.

Dora Weimer, Hockenheim

Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional