Leserbrief

Konsumgesellschaft

Wer kein Geld hat, ist also glücklich?

Zum Kommentar „Es wird und muss wehtun“ (SZ vom 19. September) wird uns geschrieben:

Im Kommentar zum Thema höhere Müllgebühren heißt es: „Warum glauben wir immer noch oder lassen es uns einreden, dass Konsum glücklich macht, wo das Gegenteil doch längst erwiesen ist.“

Es stellt sich hier die Frage, wer diese Aussage wo wissenschaftlich bewiesen hat. Falls das so wäre, würde das im Umkehrschluss bedeuten, dass Personengruppen mit sehr wenig Einkommen besonders glücklich sein müssten, da sie ja nur wenig konsumieren können. Es ist eher unwahrscheinlich, dass eine diesbezügliche Befragung von Personen der untersten Einkommensklasse dies bestätigen würde.

Von der anderen Seite her betrachtet wären dann alle sehr vermögenden Personen, die viel konsumieren können, sehr unglücklich.

Das oben angeführte Zitat ist einfach nur pauschal und wird der Komplexität des Zusammenhanges zwischen Glück und Konsumfähigkeit in keiner Weise gerecht.

Werner Heuvelmann, Schwetzingen

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