Leserbrief

Hockenheim Bratwurst-Aktion kommt nicht gut an

Wettessen – muss das sein?

Zum Artikel „Wer schafft viele Würste?“ (SZ/HTZ vom 27. September):

Mit ungläubigem Erstaunen und Entsetzen musste ich lesen, dass der Hockenheimer Marketing Verein zur Hockenheimer Kerwe am 5. Oktober ein öffentliches Bratwurstwettessen veranstaltet. Ich dachte zuerst, es handelt sich um einen (schlechten) Aprilscherz aus Zeiten des Wirtschaftswunders. Sind wir mittlerweile nicht in einer Zeit angekommen, in der ein Mindestmaß an Verantwortung hinsichtlich des schonenden Umgangs mit Ressourcen, Klimaschutz und Lebensmittelverschwendung bei jedem Einzelnen angekommen sein sollte? Ein öffentliches Wettessen ist ein klares Zeichen der Ignoranz für die aktuell drängenden Themen. Dass sich die Bratwurst-Challenge „Jubiläums Edition 2019“ mit dem Logo der 1250-Jahrfeier der Stadt Hockenheim schmückt ist umso bedauerlicher und dem Stadtjubiläum nicht angemessen. Vielleicht sollte die „Fridays for Future“-Bewegung ihre Demonstration kommende Woche auf Samstag, 15 Uhr, Marktplatz Hockenheim verlegen, damit die Botschaft zum verantwortungsvollen Umgang mit unserer Umwelt und Ressourcen auch bei denen ankommt.

Michael Mülbert, Schwetzingen

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