Leserbrief

Bushaltestelle "Storchen" Mit Stadt und Baufirma im Austausch

Wiederbelebung scheint mittlerweile hoffnungslos

Busse bleiben auf Umleitung, so lautete ein Bericht der Schwetzinger Zeitung vom 15. August. Damit scheint die Wiederbedienung der Bushaltestelle "Storchen" hoffnungslos.

Um diese Wiederbedienung zu erreichen, habe ich fast alles Mögliche schon ergebnislos versucht. Ein Vorsprechen beim Ordnungsamt, das Einreichen einer Petition, mehrere unbeantwortete Schreiben an die Baufirma, das Ordnungsamt und die Redaktion der Schwetzinger Zeitung, einschließlich eine nicht veröffentlichte Lesermeinung, waren umsonst, eine Änderung der vom Ordnungsamt erteilten Genehmigung bleibt weiterhin gültig und ermöglicht der Baufirma ihre Baustelle wunschgemäß einzurichten. Dass diese Einrichtung die Lebensqualität vieler Bürgern betrifft, war kein Anlass für eine entgegenkommende mögliche Änderung.

Es scheint sinnvoll zu prüfen, warum eigentlich der Busverkehr über die Mannheimer Straße, wenigstens in einer Richtung, nicht möglich sei, da die schweren Kipplaster der Baufirma, gelegentlich auch Reisebusse und wöchentlich der schwere Gelenktransporter der Firma Müller durch die verengte Wildemannstraße ohne Behinderung fahren. Gleichzeitig, mit einer Einbahnstraßen-Regelung, könnte auch die Linie 711 über die Augustastraße/Grenzhöferstraße abgewickelt werden, so wie das schon am Samstag, 20. Juli, vermutlich versuchsweise, stattgefunden hat.

Die Hauptfrage bleibt weiterhin, warum die Wildemannstraße in so unterschiedlicher Weise eingeschränkt wurde?

Im Ein-/Ausfahrtsbereich des Parkhauses blieb die Straßenbreite unverändert, damit die Pkw unbehindert fahren können. Hingegen im Abschnitt bis zu den Kleinen Planken ist eine zu weite Einschränkung feststellbar - man staune, dass ein sichtbehindernder Schutzzaun Platz findet!

Es ist einzigartig, dass nur bei dieser Baustelle diese Art von Schutzzaun angewendet wird, dessen unübliche Breite dadurch bestimmt ist, dass die, mit einem Sichtschutznetz abgedeckte Fläche, einer Seitenabstützung bedarf. Die merkwürdige Besonderheit dieser Baustelle habe ich wiederholt versucht allen Beteiligten bekanntzumachen und zu bitten, dass das sichtbehindernde Netz entfernt wird und dadurch die Breite des Zaunes wesentlich verringert wird.

Diese Bitte wurde von der Baufirma einfach nicht beantwortet und vom Ordnungsamt wurde Folgendes mitgeteilt:

Die unüblich breite Schutzwand hat hauptsächlich zwei Funktionen: - Die Trennung von Baufeld und Verkehrsraum als Arbeitsstellensicherung und - die Absturzsicherung zur Baugrube hin.

Es folgt eine sehr umfangreiche Beschreibung der Sicherheitsvorschriften, welche gemäß RSA verbindlich sind, und nur dazu dienen, ". . . sollte ein Fußgänger gegen eine Absicherung stoßen, so darf er nicht samt Absperrung in die Baugrube stürzen . . .".

Funktion des Netzes sinnlos

Die Notwendigkeit des sichtbehindernden Netzüberzuges ist damit begründet, dass "Baustellentourismus" verhindert wird.

Wenn ein Tourist sich doch die Mühe macht, nicht durch die Netzlöcher zu gucken, sondern ein Bild der von der SZ installierten Webcam zu beobachten, dann wird es klar, dass gegen Einsturzgefahr die Baufirma schon wirksame Maßnahmen getroffen hat. Auf einer im Boden fest verankerten massiven Holzwand ist ein sachgemäß angeordnetes Geländer ringsum befestigt. Gleichzeitig, ist die Funktion des sichtbehindernden Netzes sinnlos geworden, sobald man mühelos die Gesamtfläche der Baustelle über Internet in Minutentakt aktualisierter Form zu Sicht bekommt.

Die Hoffnung, dass mein Leserbrief diesmal veröffentlicht wird, und so jeder erfahren kann, warum kein Busverkehr in der Mannheimer Straße stattfindet, soll auch dazu führen, dass diese Frage erneut analysiert wird und man doch etwas Vernünftiges unternehmen kann.

Stefan Miskovits, Schwetzingen

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