Leserbrief

Racketclub Die Stadtspitze müsste vermittelnd eingreifen

„Wir schaffen das“ – nicht!

In 2015 war die Kernaussage unserer Bundeskanzlerin in Sachen Flüchtlingskrise„Wir schaffen das“.

Ist dieser geschichtsträchtige Satz nur noch eine Farce? Fünf Jahre später erlebe – nicht nur ich – im Falle des Schwetzinger Racketclubs genau das Gegenteil. Umso mehr verfolge ich das Ganze mit Unverständnis und Kopfschütteln. Ich frage mich, wofür steht in dieser Frage unsere Stadt. Eigentlich müsste es doch im Interesse der Stadtverantwortlichen sein, diese Einrichtung zum Wohle der Bürger zu erhalten. Umso bedauerlicher ist es, wie „dezent und bedeckt“ die Verantwortlichen sich in dieser Frage geradezu heraushalten. Die bisher öffentlich gemachten Äußerungen kommen bei mir nicht an.

Als Demokrat erfüllt mich dies mit Sorge. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, dass unsere Stadt Bürgernähe zeigt und sich positioniert. Zumindest wäre es aus meiner Sicht angebracht, sich als Vertreter der Schwetzinger Bürger als Vermittler zwischen Landratsratsamt und Racketclub anzubieten. Dies hätte den Vorteil, einen möglicherweise Jahre dauernden Rechtsstreit zu verhindern, um zeitnah eine befriedigende Lösung herbeizuführen. Das täte dem Ansehen des Landratsamtes und dieser Stadt gut. In diesem Zusammenhang sei mir daher noch die Bemerkung erlaubt, dass es mich nicht wundert, dass sich immer mehr Politikverdrossenheit in unserer Gesellschaft breitmacht.

Bewegen Sie sich also. Zeigen Sie, dass sich die Schwetzinger Bürger auf die Stadtvorderen und ihre Vertreter verlassen können. Tragen Sie dazu bei, dass das Anliegen der Bürger dieser Stadt, den Racketclub zu erhalten, das nötige Gehör findet und Sie die Interessen unserer Bürger entsprechend durch Ihr verantwortliches Handeln unterstützen.

Zeigen Sie, dass „Wir schaffen das“ nicht zur Farce wird.

Thomas Proft, Schwetzingen

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