Leserbrief

Bayern Gegen die verachtende Wortwahl der CSU demonstriert

Wunderbar: Es hat sich #ausgehetzt

Hut ab vor den Organisatoren und Teilnehmenden der Demonstration #ausgehetzt in München: Sie haben eindrucksvoll gezeigt, dass die menschenverachtende Wortwahl der CSU-Oberen nicht die Wortwahl ist, die viele Menschen in Deutschland sich wünschen. Es ist zutiefst unchristlich, leidende und sogar sterbende Menschen im Mittelmeer als Asyltouristen zu verhöhnen. So wundert es nicht, dass selbst führende Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche die Wortwahl und das Verhalten der CSU-Spitze kritisieren.

Es ist moralisch verwerflich und politisch höchst bedenklich, wenn Innenminister Horst Seehofer darüber witzelt, dass an seinem 69. Ge- burtstag 69 Afghanen außer Landes geflogen wurden (von denen sich einer vor Verzweiflung umgebracht hat).

Dass die CSU einigen Teilnehmern die Teilnahme an der #ausgehetzt-Demonstration verbieten wollte – das passt in das Bild dieser Partei, die aus Angst vor Machtverlust zu unlauteren politischen und rhetorischen Mitteln greift. Selbst in der Auseinandersetzung mit politischen Partnern wie der CDU und Frau Merkel scheinen für Horst Seehofer und seine CSU Werte wie Fairness und Respekt nicht mehr zu gelten.

Ich wünsche mir noch viele Aktionen von #ausgehetzt. Wir dürfen die Deutungshoheit über gesellschaftliche und christliche Werte nicht einigen wenigen CSU-Männern überlassen. Wunderbar: #ausgehetzt!

Katrin Bischl, Schwetzingen

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