Leserbrief

Unruhen in Chemnitz Abgelehnte Asylbewerber verstehen die Welt nicht mehr und sind frustriert

Zahlreiche Straftaten erduldet

Alle, die gebetsmühlenartig immer wieder dazu aufrufen, nicht zu pauschalisieren, wenn es um Asylbewerber geht, haben innerhalb einer Stunde die Personalien von tausenden Menschen gecheckt und festgestellt, dass es sich bei den Demonstranten von Chemnitz überwiegend um „Rechtsradikale“ handelt. Respekt! Kein Moment wurde dafür aufgewendet, darüber nachzudenken, warum die Leute nach dem Tod eines Menschen unter dem Slogan „Es reicht“ auf die Straße gehen.

Ob der Tod eines einzigen Menschen ausreicht, um die Menschen dazu zu bewegen, zu tausenden auf die Straße zu gehen? Es ist mehr passiert, aber das wird politisch und medial verdrängt! Jeder zehnte Einwohner in der Chemnitzer Innenstadt ist ein Asylbewerber. Zwei Drittel davon sind junge Männer und ein Teil von ihnen hält schon seit über zwei Jahren die Stadt in Atem.

In Wirklichkeit sind die Chemnitzer leidensfähige Leute. Wenn man aber die Polizeiberichte berücksichtigt, ist es ein Wunder, dass sie erst jetzt auf die Straße gehen. Ist es nicht grausam, wenn Flüchtlinge vor Gewalt flüchten, sich zum Opfer stigmatisieren und dann hier selbst zum Täter werden? In einer Chemnitzer Asylbewerberunterkunft kommt es schon seit 2015 immer wieder zu schwersten Ausschreitungen. Mal geraten 30 Syrer und Albaner bei der Essensausgabe aneinander, mal gehen 20 Albaner auf einen Mann aus Eritrea los und verletzen ihn schwer. Im April 2016 hat ein 21-jähriger Inder eine 20-jährige Frau in einem Park sexuell missbraucht. Im Mai 2016 hat ein Asylbewerber ein erst zehnjähriges Mädchen in einen Hausflur sexuell missbraucht. Im Oktober 2016 gab’s einen blutigen Streit in der Asylunterkunft. Ein Security-Mann (45) wurde von einem 17-jährigen Syrer schwer verletzt, mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert! Schon im August 2017 musste das Chemnitzer Fest ebenfalls früher beendet werden, weil einige betrunkene Flüchtlinge randalierten. Oktober 2017 haben Raaft A. und Mohammad A. unterhalb der Gerichtstreppen am Kaßberg gegen 19.30 Uhr eine 14-Jährige attackiert, anschließend gewürgt und vergewaltigt. Ebenfalls im Oktober 2017 bedrängten und verfolgten drei Flüchtlinge in der Innenstadt zwei junge Mädchen. Zwei Zivilpolizisten die zufällig vorbeikamen, eilten den Mädchen zur Hilfe, woraufhin sie von den Flüchtlingen getreten, bespuckt und mit einem Gürtel geschlagen wurden.

Seit Monaten gefährdet ein Flüchtling (27) aus Eritrea Passanten an der Lützowstraße in Chemnitz: Er wirft immer wieder Flaschen und andere Gegenstände aus dem Fenster seiner Unterkunft. Im April dieses Jahres wurde ein junger Syrer im Chemnitzer Stadtpark erstochen. Der 25-jährige Abedalmola T. stach dem Opfer laut Anklage mit einer Zehn-Zentimeter-Klinge zweimal in die Brust und in den Bauch.

Man könnte diese Auflistung der Polizei Chemnitz nun noch um einige Straftaten erweitern, was aber gar nicht nötig ist, wenn man bedenkt, dass es sich hier nur um Straftaten im Bereich Chemnitz handelt. Während die Politiker – besonders eine – Tür und Tor geöffnet haben und der Welt signalisieren, dass hier jeder willkommen ist, sitzen sie selbst hinter Sicherheitsglas, gut bewacht von Personenschützern, nur der Normalbürger nicht. Mit den Auswirkungen eines erzwungenen Multikulti-Staates haben die Politversager nichts zu tun. Damit darf sich der Bürger vergnügen. Am 31. August 2017 lebten 556 Menschen mit dem Status „abgelehnter Asylbewerber“ in Chemnitz. Dies sind Menschen, die unglaublich wütend sind, weil sie sich von uns eingeladen fühlten, sich auf den weiten Weg nach Deutschland machten und nun die Welt nicht mehr verstehen, warum sie wieder gehen sollen. Die Bilder, auf denen Flüchtlinge an Bahnhöfen mit Luftballons und strahlenden Gesichtern wie Popstars empfangen wurden, sind bei den Flüchtlingen noch tief im Kopf verankert!

Flüchtlinge, die in Gemeinschaftsunterkünften festhängen und nicht verstehen können, warum ihr Asylantrag abgelehnt wurde, haben Widerspruch eingelegt. Sie warten, bis die erneute Ablehnung kommt und sie wie 85 Prozent aller Abgelehnten eine Duldung erhalten. Lediglich 15 Prozent schieben wir wirklich ab. Mit dieser Duldung dürfen sie dann zwar hierbleiben aber nicht die Gemeinschaftsunterkunft verlassen. Sie sind weiterhin in einer Art Ghetto separiert und die dortigen Parallelgesellschaften werden zu rechtsfreien Räumen. Wer in diesem Zusammenhang das Wort „Integration“ in den Mund nimmt, muss nicht ganz bei Trost sein! Die allermeisten Flüchtlinge haben unsere Gesellschaft verstanden. Solange die Politik aber versagt, um konsequent die aus Deutschland abzuschieben, die einen Keil zwischen unsere Bevölkerung und friedliche Flüchtlingen treiben, wird Chemnitz immer wieder woanders stattfinden.

Peter Schmitt, Brühl

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional