Leserbrief

Reichspogromnacht und Mauerfall Am 9. November wird nicht nur an den Mauerfall erinnert / Israel wieder zur Seite stehen

Zufall – oder doch Gottes Handschrift?

Zwei gleiche Daten – zwei extreme Ereignisse: 9. November 1938: Reichspogromnacht und Beginn der öffentlichen grausamen Judenverfolgung in Europa – und 9. November 1989: Mauerfall und Deutschland ist wieder vereint.

Heute vor 81 Jahren war ein Tiefpunkt unseres Volkes: Das Hitlerregime hatte die Auslöschung der Juden beschlossen. In dieser Nacht begann es mit der Zerstörung der jüdischen Geschäfte und dem Verbrennen der Synagogen, dem Sammeln und Wegführen der jüdischen Mitbewohner in den grausamen Tod in Konzentrationslagern. Auch Hockenheim war dabei. Die Juden, seit Jahrhunderten in Deutschland ansässig mit begabten Leuten wie Schriftstellern und Musikern, im Ersten Weltkrieg dienten viele mit Auszeichnung als tapfere Offiziere, werden für vogelfrei erklärt. Jeder kann sie umbringen. Und warum? Weil sie jüdisch sind. Sechs Millionen Menschen – vom Baby bis zum Greis, wurden vergast, verbrannt, hingerichtet. Ungeheuerlich!

Hatte Gott nicht genau dieses Volk durch Abraham erwählt, zum Segen für die Menschheit? Die jüdische Bevölkerung beträgt zwei Prozent der Weltbevölkerung, trägt aber 15 Prozent der Nobelpreisträger! In fast allen Bereichen sieht man die jüdische Handschrift – auch in den so beliebten Smartphons. In diesem Volk offenbarte sich Gott durch Jesus, der vor 2000 Jahren in Israel geboren wurde. Jesus Christus selbst sagte: „Das Heil kommt von den Juden.“ Er brachte der Menschheit die Rettung vor der ewigen Verdammnis: Der Glaube an ihn rettet. Nennen wir uns nicht deswegen Christen? Wie kann man sich auf Christus berufen und sein erwähltes Volk hassen? Und an dieses Volk, mit dem Gott Geschichte schreibt, legte unser Volk seine Hand an. Der Herr selbst sagte: „Wer sich (von den Nationen) an Israel vergreift, der tastet seinen Augapfel an.“(Sacharja 2,12) Gott wird diejenigen richten.

Sollte man dies nicht als den Arm Gottes sehen, als 1961 die Mauer gebaut wurde, die Deutschland zerriss? Gut 25 Jahre nach dem schrecklichen Weltkrieg – durch Hitler ausgelöst, mit geschätzten 60 bis 70 Millionen Opfern – ging eine Todesgrenze mitten durch das Heimatland, in dem als Folge 600 Flüchtige erschossen wurden. Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler, nahm zum Staat Israel Kontakt auf und reichte die Hand des Friedens. Der jüdische Staat war 1948 aus der Asche des Holocaust wiedergeboren worden. Durch „Wiedergutmachungen“ verschiedenster Art stand Adenauer zum schrecklichen Geschehen, er versuchte die Versöhnung.

Genau heute ist es 30 Jahre her, dass die 160 Kilometer lange Mauer fallen durfte. Am gleichen Tag, an dem die Judenvernichtung begann.

Gottes Timing? Kann man dies nicht als Gottes Antwort sehen im Bemühen Deutschlands, seine große Schuld Israel gegenüber wiedergutzumachen? Unterstützt wurde die Vereinigung auch von großen, gewaltlosen Demos in der früheren DDR und anhaltenden Bittgebeten der Gläubigen dort.

Doch unser Volk und seine Politiker müssten sich verstärkt hinter Israel stellen. Den Worten Angela Merkels, dass „die Sicherheit Israels unsre Staatsräson ist“, müssen Taten folgen: Warum fließen von uns Milliarden Summen an die Palästinenser im Gaza, die ja eingewanderte Araber aus umliegenden Staaten sind und diese Gelder für die Zerstörung Israels verwenden. Sie kaufen antijüdische Schulbücher und bezahlen Terror und Raketen? Warum sucht unser Land den Schulterschluss mit dem Iran, der die Vernichtung Israels beschlossen hat und eine Atombombe bastelt? Warum wird bei der UNO Israel stets von Deutschland und anderen EU-Ländern alleine gelassen, wenn sie dort von den arabischen Staaten ungerechtfertigt verurteilt werden?

„Nie wieder“, hieß es nach dem grausamen Holocaust. Aber solange hier in unserem Land öffentliche Hetze gegen Israel und die Juden geduldet wird, Anti-Israel-Leute durch die Straßen ziehen und zur Vernichtung Israels aufrufen wie letztens in Berlin, sieht es nicht gut für unser Land aus. Gott hat das letzte Wort, und er spricht: „Wer Israel segnet, wird (von mir) gesegnet werden. Wer Israel verflucht, wird (von mir) verflucht werden“.

Heute Abend findet um 19 Uhr im Lutherhaus in Hockenheim eine Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht und zur Deportation der hiesigen Juden statt. Seien Sie dabei!

Dora Weimer, Hockenheim

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