Lokalsport

Fußball Gnadenentscheid für Strafen aus der Saison 2019/20

195 Sperren ausgesetzt

Vor den ersten Pflichtspielen am Wochenende hat das Präsidium des Badischen Fußballverbandes (BFV) die teilweise Begnadigung von Sperrstrafen für Herren und Frauen beschlossen, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei der Aussetzung des Spielbetriebs in Folge der Covid-19-Pandemie am 12. März waren bei Herren und Frauen im BFV noch etwa 210 Sperrstrafen offen.

Der größte Teil davon wäre durch eine gewohnte Fortführung des Spielbetriebs abgegolten, da es sich überwiegend um Pflichtspielsperren handelt. Eine entsprechende Abgeltung war den Spielern jedoch durch die Aussetzung des Spielbetriebs nicht möglich. Daher hat das Präsidium entschieden, Pflichtspielsperren, die zum Zeitpunkt der Aussetzung noch nicht vollständig verbüßt waren, gemäß der Strafordnung im Gnadenweg in Höhe von höchstens vier Pflichtspielen zu erlassen.

Nur schwere Vergehen bleiben

Durch den Gnadenentscheid werden von den noch vorhandenen 210 Pflichtspielsperren 195 erlassen und nur noch größere Vergehen mit offenen fünf oder mehr Spielen Sperren, müssen ihre verbleibende Spielsperren noch verbüßen. Diese Sperrstrafen werden jedoch ebenfalls um vier Spiele reduziert.

Zeitsperren, die gemäß Paragraf 28 bis 32 der Strafordnung verhängt wurden, bleiben von der Gnadenentscheidung unberührt und sind vollständig zu verbüßen, da es sich hierbei um grobe Vergehen handelt, die unabhängig von dem Verlauf des Spieljahres getroffen wurden. Eine Entscheidung, wie im Jugendbereich mit Sperrstrafen verfahren wird, trifft das Präsidium in seiner nächsten Sitzung. zg/bfv

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