Lokalsport

Fußball-Verbandsliga SV 98 möchte Schwung nach dem Sieg gegen Lauda nach Heidelsheim mitnehmen / Alexander Dirks wieder dabei / Einsatz von Jonas Can fraglich

Überholmanöver geplant

„Der Sieg gegen Lauda war nur dann richtig etwas wert, wenn wir jetzt beim FC Heidelsheim nachlegen“, gibt Gernot Jüllich, Trainer des Fußball-Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen, klar die Marschrichtung für die morgige Auswärtspartie (16 Uhr) vor. Jüllich hat unter der Woche in der Mannschaftsbesprechung, als einige Spieler die Befürchtung äußerten, dass der Gastgeber nach der 0:6-Niederlage in Durlach-Aue auf Wiedergutmachung aus sein werde, die Kampfansage ausgepackt.

„Seid ihr mit unserem derzeitigen zwölften Tabellenplatz zufrieden?“, hat er seine Spieler gefragt und klargemacht: „Ich bin es nicht. Bei uns fehlt es noch an der nötigen Siegermentalität, daran müssen wir arbeiten.“

Doch so abwegig ist die befürchtete Trotzreaktion des Gastgebers nicht, denn nach Rückschlägen in der Fremde, sind die Heidelsheimer zu Hause immer gestärkt zurückgekommen und haben bisher alle drei Spiele gewonnen. Die Heimstärke bekamen unter anderem der VfR Mannheim, FC Astoria Walldorf und die SGK Heidelberg zu spüren. „Der Platz in Heidelsheim ist eine Katastrophe, dem Gastgeber spielt das natürlich in die Karten. Wir müssen von der ersten Minute an den Kampf annehmen, dann besteht auch eine realistische Chance, Heidelsheim die erste Heimniederlage beizubringen“, baut der Schwetzinger Coach auf sein Kollektiv. Jüllich kann wieder seinen Mittelfeldmann Alexander Dirks einsetzen. Nelson Nsowah hingegen muss wegen einer Rotsperre pausieren. Auch der Einsatz von Jonas Can, der unter der Woche nicht mittrainieren konnte, ist fraglich. Malek Örum, der in den beiden zurückliegenden Spielen nicht über die Reservistenrolle hinauskam, hätte beim Ausfall von Can gute Karten, um wieder in der Anfangsformation zu stehen und die rechte Außenverteidiger-Position einzunehmen. Tyrese Dia würde dann von der Abwehr auf die rechte Offensivseite vorrücken.

Der Schwetzinger Trainer hat – nachdem der Kader vor Wechselfrist nochmals aufgestockt wurde – nun auch mehr Variationsmöglichkeiten. Seiner Mannschaft merkt man auch deutlich an, dass die Trainingsrückstände durch die vielen urlaubsbedingten Ausfälle in der Vorbereitungsphase nach und nach kompensiert werden. Der SV 98 würde mit einem Sieg die Heidelsheimer in der Tabelle überholen. Die Motivation dafür ist ausreichend vorhanden.

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