Lokalsport

Trainingsbesuch Einmal pro Woche schwitzen die SVS-Spieler im Wellness- und Fitnesspark Pfitzenmeier

Abwechslung für Körper und Geist

Da ist Dynamik drin: Im großen verspiegelten Trainingsraum des Wellness- und Fitnessparks Pfitzenmeier in Schwetzingen schwitzen die Spieler des Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen (SVS). Keeper Rick Wulle sprintet gegen die Kraft des Gummibandes an, Mittelfeldakteur Mirco Born wirbelt Battle Ropes, sein Kollege Nejmeddin Daghfous und Stürmer Sahin Aygünes schwenken Kugelhanteln im schulterbreiten Hüftstand durch die Beine. „Po schön nach hinten wie bei der Kniebeuge“, korrigiert Haki Kardia leicht.

Der langjährige Chefcoach und Gesamtkoordinator sowie Performance-Trainer im Hause Pfitzenmeier ist montagmorgens beim SVS am Zuge. Gemeinsam mit Sandhausens Athletik-Coach Marc Lorius sorgt er abseits der fußballspezifischen Übungen für Körperstabilität mit einem gezielten und abwechslungsreichen Ganzkörpertraining für Kraft und Ausdauer. Die Inspiration von Jürgen Klinsmann lässt hier grüßen: Als dieser 2004 die deutsche Fußballnationalmannschaft übernahm, setzte er mit Fitness-Coach Mark Verstegen auf neue Methoden im athletischen Bereich. Diese Methoden kommen auch bei Athletik-Trainer Lorius zur Anwendung. Lorius ist für die Fitness der Fußballer verantwortlich, schult, fördert und kontrolliert diese individuell.

45 Sekunden Vollpower

Diesmal ist ein Zirkel aufgebaut, hier geht es koordiniert in Zweier-Teams ans Werk – ruhig, konzentriert, engagiert. 45 Sekunden Vollpower zu Musik aus den Charts, dann 20 Sekunden Verschnaufpause mit Stationenwechsel. Zwei kurze Trinkpausen sind in die einstündige Powerarbeit genauso integriert wie gezielte physiotherapeutische Maßnahmen bei einzelnen Spielern. Die schweißtreibende Einheit abseits des eigenen Trainingsterrains am Hardtwald tut den Spielern sichtlich gut: Es ist nicht nur eine Abwechslung für die Muskelkraft, sondern auch für den Kopf. „Wir versuchen, die Gedanken von dem, was auf dem Spielfeld zuletzt passiert ist, zu befreien“, erklärt Kardia, der von SVS-Cheftrainer Kenan Kocak die Schwerpunkte für seine Arbeit vorgegeben bekommt. Kocak hat mit Kardia schon zu SV Waldhof-Zeiten zusammengearbeitet, er schätzt den Diplomsportler und dessen Arbeit: „Ein exzellenter Mann“.

So empfinden es auch die Spieler von Sandhausen, die hochmotiviert zu den Einheiten am Montagmorgen nach Schwetzingen kommen. Denis Linsmayer: „Haki bietet eine gute Mischung im Training, das liegt mir“, so der Mittelfeldmotor, der sichtlich mit Spaß dabei ist wie auch sein Kollege Manuel Stiefler: „Das ist ein guter Start in die Woche – und erst recht bei dem nasskalten Wetter.“

Während Athletik-Coach Lorius Eroll Zejnullahu beim Armtraining Tipps gibt, schlagen Ken Gibson und Marcel Schuhen blitzschnell auf den Sandsack ein. Dann geht’s an die Langhanteln – „die mögen manche Spieler nicht so gern“, weiß Kardia. Dennoch: Alle geben Vollgas und das, obwohl am Nachmittag ein zweites Training auf dem SVS-Gelände ansteht. Sie wissen: „Das Krafttraining ist zwar anstrengend, doch es ist wichtig und tut gut“, fasst Stürmer Lucas Höler trefflich zusammen. kaba

Info: Mehr Fotos vom Training unter www.schwetzinger-zeitung.de

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel