Lokalsport

Fußball-Landesliga Ketscher Baustellen / Schwetzinger Erkältungswelle / Brühls spielerische Mittel

Alle vier Teams sind auswärts auf Tour

Der Trainer des Fußball-Landesligisten Spvgg 06 Ketsch, Frank Eissler, sollte recht behalten, als er vor der Saison von einer schweren Runde sprach. Die „06er“ stehen derzeit auf einen Abstiegsplatz und müssen heute um 15 Uhr im Derby bei der Sportgemeinschaft Heidelberg-Kirchheim antreten und treffen dort auf keinen Aufbaugegner.

Der Verbandsligaabsteiger hat seine letzte Partie beim SV 98 Schwetzingen knapp mit 0:1 verloren und wird seinen Heimvorteil nutzen wollen, um den Schaden wieder zu reparieren. Dies macht die Aufgabe für die Eissler-Elf nicht einfacher. „Es ist ganz normal, dass jetzt ein gewisser Druck da ist, dem müssen wir uns gemeinsam stellen“, meint Eissler. „Wir spielen eigentlich nicht schlecht, aber uns fehlt vorne die nötige Durchschlagskraft und hinten sind wir zu fahrlässig. Wir könnten sechs Punkte mehr haben, wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten“, fügt der Ketscher Coach hinzu und hofft, dass seine Mannschaft in Kirchheim endgültig den Bock umstößt, um schnellstmöglich aus dem Tabellenkeller zu kommen.

Die beiden Ketscher Baustellen beweist die Tordifferenz von 7:19, die Sportvereinigung hat die meisten Gegentore aller Ligateilnehmer erhalten. Zum Vergleich: Das Schlusslicht ASC Neuenheim hat fünf Gegentore weniger aus dem Netz fischen müssen.

Der SV 98 Schwetzingen möchte nach dem ersten Heimsieg am Sonntag um 15 Uhr auch auswärts beim VfL Kurpfalz Neckarau nachlegen. „Der VfL ist eine offensiv starke Mannschaft, da kommt auf unsere Abwehr viel Arbeit zu. Wir werden Neckarau über das Kollektiv knacken müssen. Die Schwächen unseres Gegners, sind unsere Stärken, nämlich das Tempospiel, hier werden wir ansetzten, um zum Erfolg zu kommen“, bastelt Knödler am entsprechenden Matchplan.

Endlich das nötige Glück

„Der Sieg gegen Kirchheim war wichtig und gut für unsere Seele, denn die letzten Wochen waren anstrengend. Wir haben immer überlegen gespielt, konnten dies aber nicht in Siege ummünzen. Gegen Kirchheim hatten wir jetzt endlich das Glück auf unserer Seite und uns mit dem zweiten Saisonsieg belohnt“, resümiert Knödler und lässt weiter wissen, dass in seiner Mannschaft aktuell eine Erkältungswelle ausgebrochen ist, wovon Fabian Wild und Linus Held betroffen sind. Hinter dem Einsatz von Mikail Terzi und Ali Sahin stehen ebenfalls Fragezeichen. Florian Djahini und Nicolai Neugebauer hingegen sind wieder eine Option.

„Leider haben wir uns gegen Neckarbischofsheim, nach einem guten Match mit vielen Torchancen und einem verschossenen Elfmeter, nicht mit drei Punkten belohnt“, bilanziert der Trainer des FV Brühl, Volker Zimmermann, der nun hofft, dass in der anstehenden Partie am Sonntag (15 Uhr) bei der DJK/FC Ziegelhausen/Peterstal der erhoffte Dreier herausspringt. Der kleine Platz auf dem „Köpfel“ müsste dem FVB entgegenkommen. „Ziegelhausen/Peterstal ist ein unbequemer Gegner. Auswärts haben wir bisher noch nichts reißen können, das wollen wir versuchen, mit spielerischen Mitteln zu ändern, gepaart mit kämpferischem Einsatz. Wenn uns das gelingt, werden wir nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten“, zeigt sich Zimmermann optimistisch, muss allerdings auf seinen Stabilitätsfaktor in der Abwehr, Christian Heinrich urlaubsbedingt verzichten.

„Nachhaltig wird der Sieg gegen FT Kirchheim erst, wenn wir am Sonntag (15 Uhr) beim ASC Neuenheim nachlegen können“, gibt Timo Staffeldt, Trainer der SG ASV/DJK Eppelheim, zu verstehen. „Ich würde mir wünschen, dass wir jetzt endlich in die Gänge kommen und es jetzt richtig aufwärts geht.“ Die zu Saisonbeginn hoch gehandelten Neuenheimer, nehmen derzeit den letzten Ranglistenplatz ein und sollten für die Eppelheimer ein machbarer Gegner sein, um ihr eigenes Konto aufzustocken. „Mit Neuenheim erwartet uns ein Gegner, den wir nicht am Tabellenplatz messen dürfen. Die Mannschaft hat viele gute Spieler in ihren Reihen. Es ist für mich nur eine Frage der Zeit, bis sie aus den Starlöchern kommt. Hoffentlich nicht schon gegen uns“, weiß Staffeldt, dass angeschlagene Gegner gefährlich sind. „Wir müssen den Schwung vom Kirchheim-Spiel mitnehmen, von Anfang an präsent sein, keine Zweikämpfe scheuen und geduldig auf unsere Chancen warten und sie auch nutzen“, rechnet Staffeldt mit einem spannenden Spiel.

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