Lokalsport

Fußball-Landesliga Eppelheim erwischt es optimal und grüßt von oben / Ketsch bricht gegen Neckarau nach dem Wechsel ein / Schwetzingen macht Fehlstart in Lützelsachsen perfekt

Arkin Ulusoy trifft aus der Drehung und bricht den Bann

Archivartikel

In der Fußball-Landesliga feiert die SG ASV/DJK Eppelheim einen Auftakt nach Maß – drei Siege in drei Spielen bedeuten die Tabellenführung. Der FV Brühl war am Wochenende spielfrei.

Eppelheim – Steinsfurt 4:2 (1:1)

Die Eppelheimer Mannschaft von Trainer Frank Engelhardt hatte bereits in der zweiten Minute die erste Großchance, aber Patrick Schleichs wollte noch Patrick Greulich bedienen. Eppelheim erarbeitete sich ein eindeutiges Chancenplus, aber Patrick Greulich, Tristan Grün und Dennis Sommer scheiterte am guten Steinsfurter Tormann Baumann. So besorgten die Gäste durch Torjäger Julian Keitel das erste Tor (21.).

Eppelheim zeigte sich nur kurz geschockt, bevor ein Gästespieler ein Eigentor zum 1:1 (38.) beisteuerte. Die Gäste kamen besser aus der Kabine: Julian Keitel hatte wenig Mühe, den Ball im leeren Tor unterzubringen (48.). Danach spielte aber nur noch Eppelheim. Nach einem von Patrick Lehr schnell ausgeführten Freistoß überwand Patrick Greulich (67.) mit einem satten Flachschuss den Steinsfurter Tormann – 2:2 (67.). Und mit dem 3:2 durch Arkin Ulusoy (74.), der den Ball aus der Drehung heraus unter die Latte drosch, war der Bann gebrochen. Davin von Geiso fasste sich aus 25 Metern ein Herz und traf zum 4:2 (78.). MS

Ketsch – Neckarau 2:6 (0:1)

Zum Abschluss der ersten englischen Woche in der noch jungen Saison hatte die 06 Ketsch den von vielen als Meisterschaftskandidaten gehandelten VfL Kurpfalz Neckarau zu Gast. Nach einer guten ersten Hälfte brach die Ketscher Truppe nach dem 0:2 ein und musste am Ende eine etwas zu hoche erste Saisonniederlage einstecken.

Die Heimelf startete dynamisch, doch nach einer Ecke köpfte der viel zu freie Miljan Joksimovic platziert zum 0:1 (8.) ein. Die Ausgleichschance bot sich Daniel Marzoll (35.). Das nächste und letzte Highlight der ersten Hälfte war eine verletzungsbedingte Unterbrechung, da Steffen Jung und Daniel Gulde mit den Köpfen zusammengeprallten und beide aufgrund blutender Wunden nicht weitermachen konnten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war Ketsch etwas engagierter und Daniel Marzoll verpasste nach einer Ecke per Kopf knapp den Ausgleich. Der Gast zeigte sich nun eiskalt, als Ugur Beyazal sich routiniert durchsetzte und Christian Schröer zum 0:2 (58.) einschob. Ketschs Dane Rosenberger fand per Freistoß in Keeper Raul Chira seinen Meister. Die Chance von Benni Marx und Kaya vereitelte Djouendjeu im VfL-Tor. Nach 70 Minuten folgte die Entscheidung, als Yildirim nach einem Freistoß zum 0:3 einschoss. Bei Ketsch gingen nun die Köpfe runter. Schröer (79.) und Erdem (81.) stellten auf 0:5. In der 85. Minute gab es Elfmeter für Ketsch nach einem Foul an Etienne Köhler und Dane Rosenberger verwandelte zum 1:5. Unmittelbar danach setzte sich Marx gut im Mittelfeld in Szene, bediente Etienne Köhler, der zum 2:5 einschob. Den Schlusspunkt setzte der Gast, als Adullahu einen Elfmeter zum 2:6 verwandelte. jf

Lützelsachsen – SV 98 2:1 (2:0)

Im dritten Spiel der Saison musste der SV 98 Schwetzingen die dritte Niederlage einstecken. Diesmal erwischte es die Spargelstädter in der Auswärtsbegegnung beim starken Neuling TSV Lützelsachsen mit 1:2. Es war wieder dasselbe Strickmuster wie im vergangenen Spiel gegen Srbjia: Die Schwetzinger Abwehr zeigte sich in den Anfangsminuten wieder einmal reichlich unsortiert.

Nach einem Freistoß der Gastgeber wurde der Ball zunächst geblockt, doch keiner fühlte sich richtig zuständig für den TSV Torschützen Edin Muharemovic (10.). Auch beim zweiten Treffer der Platzherren wurde ein Querpass unterschätzt, sodass Robert Spahn nur noch ins rechte untere Eck eindrücken musste (27.)

Die erste nennenswerte Chance des SV 98 datierte nach einer Eckballballhereingabe (33.). Der Schwetzinger Keeper Dennis Hofmann hielt seine Mannschaft schadlos, als er einen strammen Schuss von Spahn entschärfte (40.). Eine Minute vor dem Seitenwechsel gab es eine strittige Elfmetersituation, als Nicolai Neugebauer kurz hinter der Strafraumgrenze zu Fall gebracht wurde. Doch der Pfiff von Schiedsrichter Yannick Schmidt blieb aus.

Nach dem Wechsel kam der SV 98 besser ins Spiel, ohne jedoch Angst und Schrecken vor dem TSV-Tor zu verbreiten. Nach einem Foulspiel des TSV-Torwarts Fabian Gutfleisch verwandelte Linus Held den fälligen Strafstoß zum 1:2 (62.). Der eingewechselte Akay Meisel ließ eine gute Chance liegen (86.) Es ändert aber nichts: In dieser Verfassung, so wie sich der SV 98 Schwetzingen derzeit präsentiert, wird es das Team schwer haben, aus den Tabellenniederungen herauszukommen. lof

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional