Lokalsport

Handball-Oberliga Frauen 30:24-Heimsieg für St. Leon/Reilingen

Auch im zweiten Derby am Ende deutlich überlegen

Archivartikel

Es treffen in dieser Saison nur vier Oberliga-Mannschaften aus dem Badischen Handballverband aufeinander, zwei von drei dieser Derbys in der Hinrunde haben die Mädels der HSG St. Leon/Reilingen an den letzten zwei Wochenenden überlegen absolviert. Anders als am vergangenen Samstag bei der HG Oftersheim/Schwetzingen war es am Sonntag zu Hause im Harres gegen den TSV Birkenau ein echter Kraftakt, um zu einem deutlichen 30:24 (12:11)-Erfolg zu kommen.

Wie vor dem Spiel bereits von Trainer Sascha Kuhn prognostiziert, ist der schlechte Birkenauer Tabellenplatz ihrem schweren Anfangsprogramm geschuldet, sie sind mit Drittliga-Erfahrung ausgestattet, nicht zu unterschätzen und ein Team – wie auch der letzte Sieg gegen Heidelsheim/Helmsheim zeigte – auf Augenhöhe. „Und das verdiente Ergebnis“, urteilte er nach dem Spiel, „haben wir in einem heiß umkämpften Spiel mit wahrem Derbycharakter, der richtigen Einstellung und dem Einsatz aller Spielerinnen zu verdanken“.

Offener Schlagabtausch

Bei der HSG stand nach Krankheitspause wieder Clara Bohneberg zwischen den Pfosten, aber Rückraumspielerin Britta Miltner pausiert noch wegen einer Schulterverletzung aus der letzten Partie. In der ersten Halbzeit war das Spiel ein offener Schlagabtausch, bei der keine Mannschaft mehr als zwei Tore in Folge erzielen konnte. Birkenau tat sich mit dem kompakt stehenden Mittelblock der Heimmannschaft schwer und die Würfe der Dauertorschützinnen Maureen Merkel und Danijela Rajic scheiterten oft an den erhobenen Händen der aufmerksamen Abwehrspielerinnen.

Nach Wiederanpfiff bot sich den zahlreichen Zuschauern zunächst das gleiche Bild: Es war ein ausgeglichenes Spiel, bis Valerie Steinhauser, Samira Schulz und Eva Zinser ab der 36. Minute in einem Drei-Tore-Lauf zum 16:13 erneut einen knappen Vorsprung erkämpften, den die HSG aber dieses Mal nicht mehr hergab. Auch Spielerin Annika Rimpf war froh über den Sieg: „Das war ein verdienter Sieg. Phasenweise standen wir richtig kompakt in der Abwehr, aber haben manchmal einfache Würfe der Toptorschützinnen zugelassen. In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht immer für unsere geile Abwehr belohnt und vorne zu unkonzentriert gespielt. Wir hatten kaum technische Fehler, einzig in der Torausbeute kann man heute ein Manko sehen.“

HSG: Bohneberg, Weiß; Zinser (1), Laier (1), Steinhauser (1), Pahl (4), Schilling (1), Schulz (8), Lederer (5), Rimpf (9/5), Kohnagel, Richter, Nussbaumer, Holzer. ml

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