Lokalsport

Handball-Bundesliga Frauen Ketsch beim Thüringer HC und in Neckarsulm gefordert / Sophia Sommerrock vor Comeback

Bären in der Außenseiterrolle

Archivartikel

Die Weihnachtsgans ist noch nicht richtig verdaut, da geht es für die Kurpfalz-Bären aus Ketsch gleich wieder ans Eingemachte. In der Handball-Bundesliga der Frauen steht direkt ein Doppelspieltag nach der Weltmeisterschaftspause auf dem Programm. Die Mannschaft von Trainerin Katrin Schneider gastiert zunächst am Freitagabend beim siebenmaligen deutschen Meister Thüringer HC (Spielbeginn: 20 Uhr). Am Sonntag, 29. Dezember, geht es dann bei der Neckarsulmer Sport-Union weiter (17 Uhr).

Nach der deutlichen Niederlage gegen Mitaufsteiger 1. FSV Mainz 05 (33:40) und der Pleite beim VfL Oldenburg (23:28) haben sich die Bären, die auf Samira Brand und Saskia Fackel verzichten müssen, im Abstiegskampf selbst in die Bredouille gebracht. Nun war aber genügend Zeit, um die gemachten Fehler aufzuarbeiten. Zwar hat Ketsch fast komplett durchtrainiert, in der Erfurter Riethsporthalle sind die Kurpfälzerinnen aber dennoch klarer Außenseiter. „Wir müssen unsere Favoritenrolle geltend machen, da darf die WM-Pause keine Rolle spielen“, sagt Coach Herbert Müller auf der THC-Homepage. Mit Iveta Koresova spielt beim THC die zweitbeste Schützin der gesamten Liga und mit Almudena Rodriguez eine frisch gekürte spanische WM-Silbermedaillengewinnerin.

Bei den Bären wird indes Sophia Sommerrock voraussichtlich ihr Comeback feiern. „Es gab keinerlei Berührungsängste oder Eingewöhnungsprobleme. Es ist einfach ein schönes Gefühl, wieder ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, sagt die Linkshänderin, die seit November wieder dabei ist.

Freude auf Herausforderungen

Sie war aus beruflichen Gründen in den USA und hat sich dort mit Laufeinheiten fit gehalten. „An Training mit dem Ball oder an Torwürfe war aber nicht zu denken“, berichtet sie und erklärt darüber hinaus noch die Veränderungen, die sie seit ihrer Rückkehr innerhalb der Truppe feststellen konnte: „Zunächst einmal ist die Stimmung in der Mannschaft nach wie vor großartig. Gleichzeitig ist aber auch zu spüren, dass der zunehmende Leistungsdruck nicht spurlos an den Spielerinnen vorbeigeht. Aber das finden wir alle ganz normal, wenn man sich mit den besten Mannschaften auseinandersetzen muss.“

Auf diese Herausforderungen freut sie sich: „Ich war schon immer etwas aufgeregt und auch nervös, wenn ich mit meiner Mannschaft in der Halle aufgelaufen bin. Das wird sicherlich in der ersten Liga nicht anders sein. Aber ich freue mich auch riesig darauf, wieder die Atmosphäre in den gut besuchten Hallen der Top-Liga zu verspüren.“ Und das darf sie nun gleich doppelt zum Ausklang des Kalenderjahres.

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