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Sportkegeln-Bundesliga Eppelheim dominiert im Spitzenspiel / Deutliches 6156:5927 gegen Rot-Weiß Sandhausen / Frei Holz Plankstadt überzeugt gegen Hainhausen

Bald Vierermannschaften in der Bundesliga?

Archivartikel

Das ist ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz! Der deutsche Meister VKC Eppelheim gewann das Bundesligaspitzenspiel gegen Verfolger Rot-Weiß Sandhausen sehr deutlich mit 6156:5927 und zeigte deutlich, dass der Weg zum Titel wiederum nur über Eppelheim gehen wird. Das Donnerwetter nach der Niederlage in Plankstadt hat offenbar die gewünschte Wirkung gehabt und das Team aufgeweckt. Von halbherzigem Auftreten war vor 150 Zuschauern keine Spur mehr. „Die Kulisse war etwas kleiner als gedacht, vielleicht deshalb, weil wir die Partie erst vor ein paar Wochen auf Freitag terminiert haben“, sagte VKC-Akteur Tobias Lacher.

Im Starttrio sahen die Zuschauer eine recht nervöse Partie. Lars Ebert holte gegen den schwachen Simon Haas sogar noch zwölf Kegel heraus, ohne selbst zu überzeugen. Jürgen Cartharius baute auf den zweiten 100 Wurf ab, machte gegen den ebenfalls schwachen Sören Busse aber auch noch 49 Kegel gut. Ein tolles Duell lieferten sich Daniel Aubelj und Christian Cunow, das diesmal an den Sandhäuser ging. Aubelj hatte auf der ersten Bahn (235 Kegel) richtig Probleme, steigerte sich dann enorm, gab aber 58 Kegel gegen Cunow (1078) ab. So führte Eppelheim zur Halbzeit nur mit drei Kegeln. „Es war spannend, aber nicht hochklassig“, kommentierte Tobias Lacher, der trotzdem von einem hohen Sieg überzeugt war.

So kam es auch. Gleich auf der ersten Bahn machte der Vollkugelclub 90 Kegel gut. Bei Sandhausen musste René Zesewitz noch 15 Wurf auf der zweiten Bahn verletzungsbedingt ausgewechselt werden, der ebenfalls angeschlagene Tim Stadel spielte viel zu fehlerhaft, um mit Lacher mithalten zu können. Zwar spielte der Ex-Hockenheimer Pascal Stohner gut, doch gegen Marlo Bühlers überragende Vorstellung reichte das bei weitem nicht. Der Eppelheimer kam mit 398 Kegeln im Abräumen auf 1082 Kegel. Obwohl der für Zesewitz eingewechselte Mike Heckmann sehr gut spielte, hatten die Gäste vor allem in die Vollen keine Chance mehr.

„Wir waren immer zum richtigen Zeitpunkt da“, freute sich Lacher, „wenn wir konzentriert weitermachen, dann werden wir auch wieder deutscher Meister.“ Er traut Plankstadt zwar zu, alle Heimspiele zu gewinnen, aber das tun die Eppelheimer vermutlich auch. Die Entscheidung wird auswärts fallen. „Ich habe aber nichts dagegen, wenn es spannend bleibt“, so Lacher.

Mehr Spannung könnte es in naher Zukunft durch Vierermannschaften geben. Bei der Deutschen Classic-Kegler Union (DCU) macht man sich derzeit Gedanken, etwas zu verändern. Dem Niveau würde dies in jedem Fall guttun, gibt es doch mittlerweile viele schwache Ergebnisse von den Positionen fünf und sechs. „Es wäre spannender, aber für mich ist Kegeln ein Sport für sechs Mann“, stellte Lacher klar. Auch Playoffs sind bei der DCU im Gespräch.

VKC Eppelheim: Ebert 981, Aubelj 1020, Cartharius 996, Lacher 1021, Bühler 1082, Jacobsen 1056.

Beeindruckende Heimstärke

Frei Holz Plankstadt zeigte seine beeindruckende Heimstärke auch gegen die SG Hainhausen und gewann 6121:5852. Im Starttrio hielten die Gäste gut mit, was vor allem am sehr guten Lukas Hausmann (1038) lag. Er machte gegen den sehr fehlerhaft agierenden Christian Schneider 74 Kegel gut. Andreas Tippl und Jens Petri waren hingegen deutlich besser als Lars-Daniel Götz und Marcel Schulz.

Die erfreulichste Leistung bei Plankstadt zeigte der Ex-Eppelheimer Benjamin Waldherr. Mit sehr guten 384 Kegeln im Abräumen kam er auf 1058. „Ich freue mich sehr für ihn“, sagte Andreas Tippl. Waldherr war zwar fünf Zähler schlechter als Eric Müller (1063, 410 geräumt), doch der Sieg geriet nie in Gefahr. Bei Thomas Hörner hätte es etwas mehr sein können, Daniel Zirnstein hatte einen Schokoladentag und kam mit 402 Kegeln im Abräumen auf 1072.

Nach dem spielfreien Wochenende geht es für Plankstadt nach Aschaffenburg. Dort wird sich zeigen, ob Frei Holz an Eppelheim dranbleiben kann.

Frei Holz Plankstadt: Tippl 1018, Petri 1029, C. Schneider 964, Hörner 980, Waldherr 1058, Zirnstein 1072.

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