Lokalsport

Turnen Ketscher Nachwuchs-Dame wird bei deutschen Meisterschaften in Unterhaching Zweite am Schwebebalken / Platz sechs im Vierkampf

Bea Fichtner überrascht sich selbst

Archivartikel

Die Nachwuchsturnerin der TSG Ketsch Bea Fichtner hat einmal mehr auf sich und ihren Heimatverein aufmerksam gemacht: Bei den deutschen Jugendmeisterschaften in Unterhaching ging sie in der Altersklasse 12 als jüngste der 19 Teilnehmerin an den Start. Unter den Augen von Bundestrainerin Ulla Koch und Nachwuchs-Bundestrainerin Claudia Rödinger-Schunk zeigte sie der Konkurrenz aus ganz Deutschland, dass langsam, aber sicher wieder mit ihr zurechnen ist, und sicherte sich am Schwebebalken Platz zwei und damit die Vizemeisterschaft.

Zunächst stand der Vierkampf auf dem Programm. Bea startete zunächst am Schwebebalken. Mit einer sauberen und sichereren Übung, legte sie an diesem Gerät eine 11,467 Punktewertungen vor. Danach galt es, eine ausdrucksstarke Bodenübung zu präsentieren. Bea zeigte auch hier, was in ihr steckt und wurde von den Kampfrichtern, trotz einer eher niedrigeren D-Note, mit 11,067 Punkten belohnt. Anschließend hieß es volle Konzentration am Sprung. Bea Fichtner präsentierte einen fast perfekten Tsukahara mit gebücktem Salto, musste aber leider im Stand einen kleinen Schritt nach vorne machen und erhielt eine 12,067-Wertung zugesprochen.

Erste nach drei Geräten

Nach den ersten drei Geräten zeigte die Anzeigentafel 34,601 Punkte und damit Rang eins – die junge Turnerin war selbst überrascht über diesen Wettkampfverlauf. Denn am Stufenbarren zeigte sie dann doch Nerven und musste gleich zu Anfang einen Sturz verkraften. Auch danach lief es nicht wirklich rund. Mit nur 7,867 Punkten am Barren, rutschte sie letztendlich in der Gesamtwertung auf den sechsten Platz zurück.

Die TSG-Dame war dennoch glücklich, schließlich hatte sie es in drei Gerätefinals geschafft. Dies war kaum zu erwarten, da sie aufgrund ihres Trainingsrückstandes mit wesentlich niedrigeren Ausgangswertungen an den Geräten auskommen musste. Nun stand sie am Balken, Boden und Sprung im Finale.

Bea Fichtner turnte ihre Bodenübung erneut ausdrucksstark und noch sicherer als am Vortag. Mit 11,267 Punkten verfehlte sie das Treppchen knapp. Den Sprung-Wettkampf schloss die Ketscher Nachwuchsturnerin auf dem sechsten Platz ab.

Zuletzt stand der Schwebebalken auf dem Wettkampfplan der AK 12. Und das häufig als Zitterbalken bezeichnete Gerät machte seinem Ruf an diesem Tag alle Ehre. Lediglich eine der Finalteilnehmerinnen konnte ihre Übung ohne Sturz präsentieren. Auch Bea Fichtner musste einmal das Gerät verlassen. Ansonsten aber turnte sie alle anderen Elemente geradezu perfekt und erkämpfte sich damit den Vizemeistertitel am Schwebebalken für die TSG Ketsch. zg/Archivbild: Ruffler

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