Lokalsport

3. Handball-Liga HG-Derbysieg gegen Großsachsen hat sich in der Trainingswoche angedeutet

Benedikt Müller hat es schon vorher gewusst

Archivartikel

Die Handballfans in der Nordstadthalle hatte Benedikt Müller eindrucksvoll überzeugt: Nach dem 28:23 (12:11)-Derbysieg in der 3. Liga gegen den TV Germania Großsachsen (wir berichteten) wählten ihn die Anhänger der HG Oftersheim/Schwetzingen beeindruckend eindeutig mit 65 Prozent der Stimmen zum Spieler des Abends.

Der Torwart hatte 60 Minuten durchgespielt, zahlreiche wichtige Paraden gezeigt und war nach der Schlusssirene sichtlich geschafft: „Es kommt nicht so oft vor, dass ich gar keine Verschnaufpause habe. Ein Derby ist immer intensiv und in der Halle fand ich es diesmal sehr warm.“ Das lag wohl auch daran, dass Müller von Beginn an auf Touren war: Gegen Patrick Buschsieper parierte er einen Siebenmeter, beim Stand von 5:5 (16.) hielt er gleich doppelt gegen Philipp Schulz.

Seine Teamkollegen münzten seine Glanztaten aber zunächst nicht in Tore um: Daniel Hideg und Florian Burmeister scheiterten auf der Gegenseite an Pascal Boudgoust oder warfen über das Tor. „In der ersten Halbzeit war es noch ausgeglichen, da hat mein Kollege auch ein paar Bälle weggenommen“, erkannte Müller.

Abwarten bei Tom Jansen

Das sollte sich nach Wiederbeginn ändern. Es blieb zwar durchweg hart, intensiv und spannend, aber inzwischen brachten die TVG-Keeper die Hand nicht mehr so häufig an den Ball – auch weil Hideg mittlerweile seine Treffsicherheit wiederfand. Im Kasten lief Müller jetzt zu Hochform auf. „Im zweiten Durchgang habe ich das Torhüterduell gewonnen“, war sich Müller sicher.

Sicher war er sich auch, dass die Mannschaft nach der schwachen ersten Halbzeit in Leutershausen und der daraus resultierenden Niederlage eine Reaktion zeigen würde: „Man hat schon in der Trainingswoche gespürt, dass wir alle heiß waren. Wir haben gegen Nußloch und Leutershausen schon zwei Derbys in dieser Saison verloren. Diesmal haben wir gezeigt, dass wir es auch anders können.“

Aus Sicht der Hausherren war aber nicht alles rosig am Samstagabend in der Nordstadthalle, denn eine schlechte Nachricht ereilte die Hausherren kurz vor dem Abpfiff: Nach einem angetäuschten Sprungwurf verletzte sich Linkshänder Tom Jansen am Sprunggelenk. Ob er für das anstehende Spiel beim SC DHfK Leipzig II, das am Samstag (18 Uhr) stattfinden wird, wieder fit sein wird, sollen zusätzliche Untersuchungen ergeben. Eine weitere Verletzung würde HG-Trainer Holger Löhr noch mehr Sorgenfalten auf die Stirn treiben.

Dennoch befindet sich Oftersheim/Schwetzingen – trotz der vielen Ausfälle – im Soll, bestätigt Kapitän Alexander Sauer: „Wir hätten zwar gerne einen oder zwei Punkte mehr mitgenommen, besonders in den knappen Spielen. Aber alles in allem ist die Ausbeute in Ordnung. Wir hoffen, dass bald ein paar Spieler zurückkommen.“

Da Jerrit Jungmann immer mehr Spielanteile erhält, Alexander Kubitschek sich wieder herantastet und auch Lukas Sauer bald wieder ins Training einsteigen könnte, geht der Blick des Spielführers optimistisch in Richtung Zukunft. Und das ist auch eine berechtigte Herangehensweise – vor allem dann, wenn auch noch Keeper Müller konstant gute Leistungen bringt.

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